Die Wahrheit über den 11. Spieltag

Der Offensiv-Fußball hatte am Wochenende wieder einige Highlights hervorgebracht. In einer sensationellen Begegnung besiegte Arsenal Chelsea London mit 5:3, und das obwohl Mertesacker bei zwei Chelsea-Toren nicht gut aussah. Das aber machte van Persie wieder wett, der drei Tore zum Spiel beitrug und in 2011 bereits 28 Tore in 27 Spielen geschossen hat. Arsenal ist wieder da. Nachdem man eine historische 8:2-Niederlage gegen Manchester United einstecken mußte. Das wäre auch die Chance für den BVB gewesen, der in der anfänglichen Schwäche- und Findungsphase Arsenals aber in der CL nur ein Remis zustande brachte. Arsenal mußte seine zwei besten Spieler Nasri und Fabregas ziehen lassen und spielt jetzt wieder den attraktivsten Fußball auf der Insel. Hierzulande spielt der BVB den attraktivsten Fußball, ist aber leider bei weitem nicht so erfolgreich, denn im »geilsten Spiel« der bisherigen Saison, so Neven Subotic, reichte es nur zu einem 1:1 gegen Stuttgart, die allerdings ihre stärkste Saisonleistung abriefen und phasenweise den Dortmundern sogar überlegen waren. Dennoch können die Schwaben mit dem Unentschieden gut leben, denn den Dortmundern wurde ein klarer Elfer nach einem Foul an Götze verweigert. Nicht das erst Mal, weshalb man sich in Dortmund langsam zu fragen beginnt, ob man Götze erst ein Bein wegtreten muß, um in den Genuß eines Elfers zu kommen, während die Schalker schon nach einem kleinen Schubser einen Strafstoß zugesprchen bekommen. Ein Sieg der Dortmunder wäre verdient gewesen, aber die Trias Benachteiligung, Pech und Unvermögen waren auch diesmal wieder für ein mageres 1:1 verantwortlich. Zumindest letzteres sollten die Dortmunder Offensiven ablegen, um auch in der CL zu bestehen, denn heute erwartet sie gegen Piräus wieder ein Gegner, der aus der Defensive heraus auf Konter lauern wird, eine Strategie, bei der die Dortmunder die größten Probleme haben. Während in Deutschland der Altersdurchschnitt in den Vereinen immer niedriger wird, landete in Spanien überraschend eine überdurchschnittlich alte Mannschaft auf Platz 1, ein Phänomen, dem man sofort  auf die Schliche kommen wollte, aber jetzt verlor Levante gegen einen Gegner aus dem Mittelfeld und mußte Madrid und Barcelona, die auf die ersten beiden Plätze abonniert sind, an sich vorbei ziehen lassen. Levante hatte auf ältere, ablösefreie und kostengünstige Spieler gesetzt, die es noch einmal wissen wollten und individuelle Klasse durch mannschaftliche Kompaktheit ersetzten. Nur einmal in der gesamten Klubgeschichte stand Levante eine Woche lang auf Platz 1. Der größte Erfolg der Klubgeschichte, und das wird sich wohl so schnell nicht wiederholen lassen, denn Barcelona zwang Mallorca mit 70 % Ballbesitz und einem 5:0 einfach in die Knie, während Real Madrid ein 1:0 reichte, um wieder auf Platz 1 zurückzukehren. Sahin hat inzwischen seine Verletzungen überstanden, aber ob er sich gegen den auf seiner Position spielenden Xabi Alonso wirklich durchsetzen wird, ist nicht wirklich ausgemacht, denn der ist nicht nur in Madrid, sondern auch in der Nationalmannschaft eine Institution.