Guttenberg, Stephanie zu

Die Frau mit dem reizenden Namen Stephanie zu Guttenberg ist in der Pornobranche tätig. Sie stammt in direkter Linie von Otto von Bismarck ab, und da kann so was schon mal vorkommen. Ihr Mann fliegt häufig nach Afghanistan, um dort ein bißchen Landser zu spielen. Der Bruder ihres Mannes rettet den Wald in Deutschland und ihr Schwiegervater schießt auf Hasen und Rehe und hat Angst vor den schmelzenden Polen. Ihren Mann hat sie auf einer Love Parade in Berlin kennengelernt, wo sie auf einem Wagen herumtanzte, vermutlich spärlich bekleidet. Heute sagt sie, daß sie von nackter Haut genug gesehen hat. Und deshalb hat sie ein Buch geschrieben mit dem Titel »Schau nicht weg!« Mit Ausrufezeichen! Weil sie denkt, daß es einem sonst niemand glaubt. Das hört sich jetzt nicht so ganz konsistent an. Soll man jetzt hinschauen oder doch besser nicht? Jedenfalls schützt sie Kinder und setzt sich für deren Recht ein, alten Onkeln, die aus dem Mund stinken, keinen Kuß geben zu müssen, wie sie der »Welt« verrät. »Wie oft wurde man selbst schon dazu gezwungen?« fragt sie, dabei hätte man das gerne von ihr gewußt. Sie kriegte dann lieber mit Mitte zwanzig ein Kind und studierte »trotzdem«, und zwar BWL, um im Familienhaushalt den »Finanzminister« spielen zu können. Ihre Hobbys sind »hart arbeiten«, und zwar »vor allem für eine Gemeinschaft und eine Zukunft, die hoffentlich weiter reicht als bis zum nächsten Weihnachten. Disziplin ist wichtig, dass man nicht gleich das Handtuch wirft.« Außerdem erfährt man von ihr, daß sie nicht im Kostüm auf die Welt gekommen ist, und stolz ist sie auch, und zwar »eindeutig«: »Stolz auf meinen Mann, auf meine Kinder, meine Familie und meine Heimat.« Das ist natürlich schon sehr traurig, daß Stephanie zu Guttenberg nicht mehr hat, worauf sie stolz sein kann, denn die meisten Leute wären froh, wenn sie das alles vom Hals hätten. In Deutschland gelten solche Aussagen als glamourös und die Mehrheit der Deutschen wünscht sich den Mann dieser Schnepfe zum Kanzler und die gruselige mit Adelsdebilität geschlagene Familie als Ersatzkönigshaus. Immerhin hat sie es geschafft, daß jetzt mit ihrer Unterstützung und indem sie ihr Püppchengesicht in die RTL-Kameras gehalten hat im Internet Jagd auf Leute gemacht wird, die in Chatforen Kontakt mit Minderjährigen aufnehmen. Ihr Buch ließ Stephanie zu Guttenberg von »Bild« vorabdrucken. Das ist die Zeitung, die auf Seite eins jeden Tag ein neues »geiles Luder« abbildet und die Fachpublikation von den zu Guttenbergs und von den Pädophilen ist. Bei Stephanie zu Guttenberg bedauere ich nur, daß sie nicht schon 1789 gelebt hat. Damals hatte man in Paris nicht sehr viel Verständnis für solche Leute.