Rösler, Philipp; Hahne, Peter; de Maizière, Thomas

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat sich im Zoo in Hannover Blut abnehmen lassen, um es zu spenden. Zunächst hieß es, Philipp Rösler wolle der seit einigen Monaten sich als sehr blutarm erweisenden FDP unter die Arme greifen, aber da er selber der FDP angehört, vermutete man, dass er mit dieser Bluttransfusion Guido Westerwelle Konkurrenz machen wollte, der die Traditionskutsche FDP, auf der schon Genscher und irgendwelche andere alten FDP-Kämpen irgendwelche komischen Lieder sangen, gründlich in den Dreck gefahren hat. Und das danach in Betrieb genommene „Guidomobil“ erwies sich als äußerst anfällig und befindet sich ständig in der Werkstatt. Als Prototyp hat es sich als völliger Flop erwiesen. Warum der Blutzellenspender Rösler allerdings im Zoo Hannover Blut spendete ist etwas rätselhaft. Vermutet wird, dass er eigentlich als Samenspender auftreten sollte, weil das aber nicht klappte, wurde er kurzerhand zur Blutspende gebeten. Vielleicht eröffnete die FDP im Orang-Utan-Käfig aber auch gerade ein neues Parteibüro, weil neueste Umfragen ergeben haben, dass die FDP bei den nächsten Wahlen höchstens noch im Zoo mit Zweitstimmen rechnen könne. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ließ sich von Wiebke Rösler stechen. Sie ist Ärztin für innere Medizin, vermutlich Tiermedizin, und zufällig die Frau des Bundesgesundheitsministers. Sie behauptet, ihr Mann hätte für einen gewissen „Maxi“ Blut gespendet, der aber in der gesamten FDP unbekannt ist, weshalb „Maxi“ für ein Codewort gehalten wird, das ein ähnliches Projekt beinhalten könnte wie „Guido“, nur eben mit mehr beziehungsweise eben maximalem Spaß. Viele Kenner der Spaßpartei sehen die Sache allerdings eher skeptisch und bezweifeln, dass Rösler eine Chance hat, Westerwelle abzulösen.
Dass Handlungsbedarf besteht, daran zweifelt hingegen niemand, nicht einmal der Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin, der ein Ende der Volkspartei FDP an die Wand malt. Trittin sorgt sich darum, dass die FDP „die Zukunft unseres Landes verspielen“ könnte, weil sie vergessen hätte, „die Industrie zu verpflichten, modernere, schadstoffärmere Antriebe zu entwickeln“, lieber würde er das „Dienstwagenprivileg deckeln“, das „uns Steuerzahlern knapp eine Milliarde Euro einsparen würde“. Außerdem ist er für höhere Steuern und würde lieber auf die Spenden der Milliardäre verzichten, die in Amerika die Hälfte ihres Vermögens abgeben wollen, was sehr einfach ist, weil sich in Deutschland kein Milliardär finden würde, der das täte. Auch Peter Hahne, der sich jeden Sonntag „Gedanken zum Sonntag“ macht, hält die Spendenaktion von Bill Gates und den anderen 40 US-Milliardären für „Populismus pur“, denn Peter Hahne ist in Sachen Populismus einer der größten Experten in Deutschland. Im Gegensatz zu Trittin behauptet Peter Hahne, dass deutsche Milliardäre auf die Hälfte ihres Vermögens gar nicht verzichten könnten, weil sie schon Steuern zahlen, „und das nicht zu knapp“. Und weiter: „Das einkommensstärkste Zehntel unserer Bevölkerung bringt mehr als die Hälfte des Staatshaushaltes auf. Und davon können wir uns ein Sozialsystem leisten, von dem Amerika nur träumen kann.“ Da in Amerika die Reichen keine Steuern zahlen müssen, weil es dort ja auch kein Sozialsystem gibt, sind sie gezwungen, sich freiwillig von ihren Milliarden zu trennen, um sie den Armen aufzunötigen, außerdem würden die ja nur deshalb spenden, weil sie ein Drittel der Spende „als Steuerersparnis“ wieder zurückbekämen. Bei uns hingegen gibt es 17000 Stiftungen, in denen man sein Geld als Reicher viel eleganter verschwinden lassen kann, „ohne viel Gedöns darum zu veranstalten“, sagt Peter Hahne. Spenden sind in Deutschland seit den Parteispendenaffären in Verruf geraten. Niemand wusste nämlich vorher, dass es um die deutschen Parteien so schlecht steht und dass sie sich von Almosen aus der Wirtschaft ernähren müssen, der sie aus lauter Dankbarkeit im Gegenzug Aufträge von der Regierung zukommen lassen, wie zum Beispiel den neuen Körperscanner, der jetzt am Flughafen Hamburg probeweise zum Einsatz kommt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat den Apparat selber getestet. Der Scanner hat ihn zwei Sekunden lang durchleuchtet. Sofort danach verkündete Bundesinnenminister Thomas de Maizière, dass er überlebt habe und dass der Apparat auch für andere Personen ungefährlich sei, was von Kritikern bislang bezweifelt worden war. Hier steht er in der Tradition von CDU-Politikern, die sich selber als Versuchskaninchen andienen, wie zum Beispiel der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer, der 1988 den Rhein durchschwamm, um zu beweisen, dass die Verschmutzung des Wassers unter der CDU-Regierung viel besser geworden sei und der Rhein sogar von Politikern der damals noch in Bonn ansässigen Regierung als Bademöglichkeit genutzt werden könne. Experten haben festgestellt, meinte Thomas de Maizière, dass „von der Strahlung im Körperscanner keine gesundheitliche Gefährdung ausgeht“, was sich am besten an ihm beobachten ließe. Außerdem gäbe es keine echten Körperbilder, sondern nur schematische Personendarstellungen, die keine Rückschlüsse zuließen, ob die gescannte Person dick oder dünn sei, Lepra oder andere nässende Geschwüre habe. Sicherheitsbeamte, die den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und den Körper nach verstecktem Sprengstoff abscannen müssen, haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Es wäre nun mal kein Spaß gewesen, so ein Sprecher der Flughafensicherheit, bei dem Nacktscanner stundenlang auf in der Regel ja nun mal eher unästhetische und deformierte Körper zu starren und womöglich verunreinigte Unterwäsche zu inspizieren. Da hätte man dann sicherlich eine Zulage für unzumutbare Arbeitsbedingungen verlangen müssen. Nun aber wird selbst die schematische Darstellung sofort gelöscht. Bei den im Körperscanner gescannten Menschen hingegen wird dies nicht der Fall sein, versprach der Minister. Aber kaum hatte Thomas de Maizière das verkündet, war er auch schon verschwunden. Bislang ist ungeklärt, wo Thomas de Maizière abgeblieben ist. Möglicherweise ist er doch ebenso wie seine schematische Darstellung gelöscht worden. Experten haben sich auf die Suche begeben. Einige vermuten allerdings, dass er lediglich in ein Sommerloch gefallen ist und nach den Ferien wieder auftauchen wird. Andere befürchten das selbe.