Die Wahrheit über den 18. Spieltag

Der ehemalige Hertha-Angestellte Ben Hatira, der zusammen mit den Boatengs in einer üblen Gegend Berlins aufwuchs, wurde von seinem jetzigen Verein Darmstadt 98 »einvernehmlich« gefeuert, weil er Kontakte zu Salafisten pflegte. In Berlin wurde er rausgeschmissen, weil er seinem Mitspieler Mitchell Weiser ein Veilchen verpasste. Über Umwegen bei Darmstadt 98 gelandet sollte er eigentlich das Projekt Nicht-Abstieg voranbringen, das gerade mit dem neuen Trainer Torsten Frings den Bach runtergeht, jedenfalls spricht die 1:6-Heimpleite gegen Köln dafür. Ben Hatira behauptet, sein Engagement für Ansaar International, das Hilfsprojekte in Gaza finanziert, sei ehrenwert und lauter, und Ansaar International freute sich, einen so prominenten Fürsprecher und Unterstützer in seinen Reihen zu haben. Einen Tanklaster mit Trinkwasser war mit seinem Konterfei gepflastert nach Gaza gefahren nach dem Motto, man tut nichts gutes, es sei denn, man hängt es an die große Glocke. Laut Verfassungsschutz pflegt die kleine Hilfsorganisation Ansaar International Kontakte zu Salafisten wie z.B. zu dem Hassprediger Muhammed Ciftci, »der Menschen, die sich vom Islam abkehren, köpfen möchte und Gewalt gegen Frauen rechtfertigt«. So jedenfalls stand es auf einem Flyer der »Lilienfans gegen Rechts«, die vor dem Stadion verteilt wurden und das schließlich den Stein ins Rollen brachte. Aber erst als die Sponsoren des Vereins und CDU-Politiker Stellung bezogen, um ein schlechtes Image des Vereins zu verhindern, wurde der Vertrag Ben Hatiras »in gegenseitigem Einvernehmen« aufgelöst, auch weil der Verein Zuschüsse von der Stadt für den Stadionbau nicht aufs Spiel setzen will. Ben Hatira sieht sich hingegen im Recht und meinte, er könne noch in den Spiegel schauen. Das können in diesem Fall allerdings auch alle anderen, die eine Rolle spielen. Natürlich auch Ansaar International, das nur Gutes tut und jeden noch so leisen Einwand als Lüge und Verleumdung abwehrt. Egal, welche Motive die einzelnen Akteure antreiben, u.a. die Angst vor schlechter Presse und vor der AfD, es ist schön, dass solche Spieler in der Bundesliga kein Engagement mehr finden. Bei Real Madrid haben die Sponsoren hingegen andere Sorgen. Auf ihr Bestreben hin entfernte der Verein aus seinem Wappen das Kreuz, um die empfindlichen Gemüter arabischer Fans nicht zu verletzen. Leider mussten erst die Islamisten kommen und sagen, dass ihnen das nicht passt. Und der reichste Club der Welt folgt aufs Wort. Atheisten und aufgeklärte Geister hätten das nie geschafft. Aber im Westen wird das Kreuz auch weiterhin im Wappen sein, denn es wurde exklusiv für die arabischen Länder entfernt. Gespielt wurde auch noch. Bayern schaffte wieder einen glücklichen Sieg, und Leipzig brachte dem bislang ungeschlagenen Hoffenheim die erste Niederlage bei. Dank Wagner, der nach brutalem Foul völlig zu Recht vom Platz gestellt wurde. Sonst hat er meist Erfolg mit kleinen versteckten Fouls, aber diesmal stellte sich Hoffenheims Stürmer, der sich für den besten in Deutschland hält, zu dumm an.