Die Wahrheit über den 32. Spieltag

Angeblich ist nach einer eher durchwachsenen Spielphase der Knoten für den BVB geplatzt, als Klopp eine taktische Umstellung vornahm und Reus ins Zentrum stellte und Mkhitaryan nach links, also die beiden Positionen vertauschte. Ich weiß natürlich, dass außer Großkreutz jeder seine Lieblingsposition hat, aber ob es wirklich daran liegt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe mich in der 3. Jugend in der zentralen Mittelfeldposition am wohlsten gefühlt, aber das war kein Wunder, denn ich war vorher rechter Verteidiger, war also quasi Piszczek. Aber die Positionen von Reus und Mkhitaryan und wer auch sonst noch in dieser Dreierreihe mitspielt, die sind ja sowieso sehr variabel. Aber woran immer es liegen mag, Reus spielte auch gegen Leverkusen wie im Rausch, vergab allerdings allein vor Leno den Siegtreffer. Aber da Lewandowski einen schwarzen Tag erwischte und ihm so gar nichts gelang, und auch Mkhitaryan nicht mehr den Schwung aus den vergangenen Spielen mitbrachte, reichte es diesmal nur zu einem 2:2, und wenn man es übers gesamte Spiel betrachtet, muss man leider sagen, es war ein gerechtes Unentschieden, denn Leverkusen hat zwar ein Duseltor erzielt, hat aber rechtzeitig gegen Dortmund wieder zu seiner alten Form zurückgefunden. Schon im Hinspiel hat Leverkusen sein bestes Saisonspiel abgeliefert, und es scheint so, dass Leverkusen den BVB braucht, um auf Touren zu kommen, wie überhaupt der BVB auf viele Vereine inspirierend wirkt. Trotz der Klasseleistung der Dortmunder lohnt es allerdings, einen kritischen Blick auf die Spieler zu werfen. Großkreutz spielte diesmal auf der linken Außenbahn für die verletzten Durm und Schmelzer. Es wird immer seine Vielseitigkeit bewundert, aber man muss leider seine technische Limitiertheit erwähnen, die ihm keine Möglichkeit bietet, sich aus einer etwas schwierigeren Situation zu befreien. Sahin gelingen zwar immer noch geniale Pässe, aber er verliert zu häufig den Ball, wenn es eng wird, was ihm als defensiver Dreh- und Angelpunkt früher nicht passiert ist, als er von drei Gegenspielern bedrängt noch einen präzisen und öffnenden Pass spielte. Piszczek läuft immer noch seiner Form hinterher, wird zu häufig ausgespielt und schlägt auch keine guten Flanken mehr. Aber das ist ein Luxusproblem, wenn man in den Tabellenkeller sieht. Nürnberg hat trotz des Trainerwechsels in Mainz verloren, genauso wie es für Braunschweig in Berlin nichts zu holen gab. Immerhin konnte Stuttgart in Hannover ein Pünktchen ergattern und ist fast auf der sicheren Seite, so dass der Kampf um den Relegationsplatz zwischen Hamburg, Nürnberg und Braunschweig ausgetragen wird. In München trauerte der katalanische Nationalist Guardiola um seinen ehemaligen Co-Trainer und Nachfolger bei Barca Vilanova, der an Krebs gestorben war. Ein wenig scheinheilig, denn als Vilanova in New York im Krankenhaus lag, hat ihn Guardiola, der vor seiner Verpflichtung durch die Bayern dort wohnte, kein einziges Mal besucht. Und wenn nicht Vilanova selbst das erwähnt hätte, hätte ich das hier nicht geschrieben.