Die Wahrheit über den 17. Spieltag

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Diesmal wußte ich es. Ganz sicher. Ich schwöre es. Und deshalb war ich auch nicht nach Wolfsburg gefahren, denn diese Pleite wollte ich mir nicht antun, vor allem nicht bei einem VW-Verein. Mit einem 4:0 machten die Dortmunder den guten Eindruck, den sie zuletzt hinterlassen hatten, wieder zunichte, und zwar gründlich. Von Champagner-Fußball war da die Rede gewesen, als sie mit dem höchsten Sieg seit werweißwieviel Jahren die Arminia schwindlig spielten und nebenher auch noch Ernst Middendorp abschossen, den Mann, der einmal zu einem unbotmäßigen Journalisten gesagt hatte: »Knien Sie nieder, Sie Bratwurst!« Was aber seine einzige lustige Idee gewesen sein soll, denn sonst ist er ein humorloser und obendrein arroganter Trainer, und insofern kann die Arminia den Dortmundern sogar dankbar sein, denn ohne ihn gewannen die Arminen gegen zuletzt bei ihrem kurzen Ausflug in die Campions-League von Barca vorgeführte und deshalb besonders motivierte Stuttgarter, die sich frustriert gleich zwei rote Karten abholten. Aber in Dortmund nahm man die mediale Meinung, die nach dem Spiel gegen Bielefeld verbreitet wurde, für bare Münze und wähnte sich nach zwei gewonnenen Spielen gleich wieder auf dem direkten Durchmarsch in die europäische Königsklasse. Zwar fehlten Kehl und Kringe, aber versagt hatten die Dortmunder als Kollektiv, wie Doll resümierte. Ein Kollektiv, das man gerade erst wieder entdeckt zu haben glaubte, nur weil man ein wenig miteinander geredet hatte. Die Laune war gut, die Leistung dann jedoch unterirdisch. Und niemand kann sich einen Reim darauf machen, wie die schwankende Leistung zu erklären ist. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, daß den Dortmundern eine Hackordnung fehlt, ein Fidel Castro, der dem Rest sagt, wo es lang geht. Vielleicht würde ihnen ein wenig sozialistische Diktatur nicht schaden, statt weiterhin auf Doll mit – naja – menschlichem Antlitz zu setzen, in das sich nach der Negativbilanz der Hinrunde schon tiefe Falten eingekerbt haben. Die Angst vor der Kritik, die alles schlecht mache und die Petric in einem Interview einmal monierte, um die mäßige Leistung zu erklären, ist da ein wenig lächerlich. Vor allem, wenn sich einige Fans schon überlegen, zu Hause zu bleiben, um die Spieler nicht unnötig zu verwirren, die vielleicht Probleme mit der Stadionatmosphäre haben könnten. Verwundern dürfte es die Spieler auch nicht, daß einige enttäuschte Fans mit einer Sitzblockade den Bus an der Abfahrt hinderten. Ein bißchen können sie ruhig abkriegen von dem Ärger, den sie ihren Anhängern bereiten. Kein schöner Saisonausklang also. Aber wenigstens ist auch Bayern von der Rolle, die in einem mäßigen Spiel gegen mäßige Herthaner über ein torloses Remis nicht hinauskamen. Und wie Bremen Leverkusen deklassierte, das war schon allererste Sahne. Vor allem, weil Ivan Klasnic nach zwei Nierantransplantationen und zwei Toren wieder zurück ist und eine Art Wiederauferstehung feierte. Punktgleich mit Bayern werden jetzt die Karten für die Rückrunde neu gemischt.Und alle dachten, Bayern wäre schon Meister. Daran hält unbeirrt nur noch Oliver Kahn fest.

Die Wahrheit über den 15. Bundesligaspieltag

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Gegen die Zufälligkeiten und die Willkür des Fußballs versucht man oft eine Gesetzmäßigkeit zu entdecken. Ich mache da keine Ausnahme. Irgendwo in diesem Chaos muß es doch eine geheime wirkende Kraft geben, mit der sich das Durcheinander, das Auf und Ab und einer Mannschaft erklären läßt. Und natürlich bin ich fündig geworden, jedenfalls bei Dortmund, denn die Leistungsschwankungen beim BVB weisen ein besonderes Merkmal auf, das sich empirisch belegen läßt und das nach dem 2:1-Sieg der Schwarzgelben in Stuttgart wieder auffällig war. Niemand gab zunächst einen Pfifferling auf die Dortmunder, die schon seit 6 Spielen nicht mehr gewonnen, während die Stuttgarter genauso viel Spiele nicht mehr verloren hatten und sich eindeutig im Aufwind befanden. Vor allem nach dem desaströsen Auftreten der Dortmunder in Nürnberg schien jeder die Saison bereits innerlich abgehakt zu haben. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins wurden die Spieler mit Pfiffen empfangen und Watzkes Rede wurde nach Hinweisen abgesucht, ob Doll oder Zorc in der Winterpause fliegen würden. Auf einer Pressekonferenz machte Doll einen ziemlich ratlosen und deprimierten Eindruck. Aber dann spielten die Schwarzgelben von der ersten Minute an einen Tempofußball, den ihr niemand zugetraut hätte, von dem man bislang nicht mal wußte, daß sie ihn spielen konnte. Gut, Degen war schon mal nicht dabei und der Notnagel Kruska saß auf der Bank. Kehl kommt nach eineinhalb Jahren, nachdem ihn ein Bosnier aus München kaputtgetreten hatte, langsam wieder in Form, und auch Federico scheint wieder aufzuleben. Das sind alles wesentliche Elemente, sieht man mal vom 5-Millionen-Flop Valdez ab, der wie immer seine Mühe zur Schau stellte, mit einem Ball umzugehen. Aber das ist eben nicht alles. Deutlich wurde trotz des gelungenen Comebacks aus der Krise ein Charakteristikum, das kein gutes Licht auf die Mannschaft wirft, denn gut gespielt haben die Dortmunder nur gegen Mannschaften, die sich berechtigte Hoffnungen auf einen der ersten fünf Plätze machen. Gegen Bayern sah man trotz torlosen Remis ein Klassespiel, gegen Bremen die beste Saisonleistung, gegen Leverkusen konnte man mithalten und jetzt holte man sogar drei Punkte beim aktuellen Meister, wo man sich selbst in besseren Zeiten schwer getan hatte. Gegen den Rest der Liga aber sah der BVB ziemlich scheiße aus. Offensichtlich leidet die Mannschaft unter einer völlig ungerechtfertigten Selbstüberschätzung, die Doll trotz aller zur Schau gestellten Demut nicht aus den Köpfen kriegt. Überdeutlich wurde das bereits beim Saisonauftakt zu Hause gegen Duisburg, als jeder schon vorher 100prozentig davon überzeugt war, daß der Drops gelutscht war. Hitzfeld hatte den BVB heimtückisch zum geheimen Mitfavoriten gekürt, wohl wissend, daß die Dortmunder damit nicht zurecht kämen. Und dieser Virus sitzt tief. Dieser Theorie zufolge wird Dortmund nächsten Freitag es gegen Bielefeld wieder mal vergeigen. Schließlich hat man es ja bewiesen, daß man Fußball spielen kann, aber ein gutes Spiel führt noch nicht aus dem Tabellenkeller.

Das wahre Wesen der Katzen

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Ergründet von Rudi Hurzlmeier & Harry Rowohlt

Katzenbücher gibt es wie Sand am Meer, wenn nicht sogar noch häufiger, aber jetzt ist eins erschienen, das die Katze einmal in einem ganz anderen Licht bescheint. Nicht wieder eine dieser niedlichen Katzenfotoserien, welche das Herz jeder Omma höher schlagen und sie dahinschmelzen läßt, sondern Katzen, wie sie wirklich sind, wie sie bloß noch nie jemand gesehen hat. Nur einer, nämlich Rudi Hurzlmeier, der Größte auf dem Gebiet der komischen Malerei, hat das Auge für die äußerst delikaten Situationen, in denen sich Katzen manchmal befinden. Z.B. eingeklemmt im Schoße der nackten Lorelei mit Knollennase und ondulierten, strohblonden Haaren. Hat da schon mal jemand ein Foto davon gemacht? Eben! Oder hat schon mal jemand beobachtet, wie Katzen an der Reling stehen und bei hohem Wellengang ins Meer kotzen? Natürlich nicht. Weil noch nie jemand darauf geachtet hat. Aber Rudi Hurzlmeier hat den sechsten, wenn nicht sogar den siebten Sinn für solche Situationen.Er hat auch als erster in Wuppertal eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Dort ließ sich eine Katze auf dem Skateboard von einem Mops ziehen, während Herr und Frau Wuppertal wohlgefällig die Szene beobachten. Daß es sich um Wuppertal handelt, darauf läßt der diesem Gemälde beigefügte Zweizeiler von Harry Rowohlt schließen: »Ich sag‘ ja nichts, ich mein‘ nur mal: / Das zieht sich, dieses Wuppertal.« Überhaupt sind die in der beschwingt leichten Form des Reims hingeworfenen Kurzkommentierungen von Harry Rowohlt äußerst aufschlußreich, um sich auch wirklich einen Reim auf die rätselhaften Bilder machen zu können.Da liegt z.B. eine Katze mit Schnuller im Bett, wobei sich dieses Bett in einem geöffneten Koffer befindet, der wiederum auf einem Bett steht, vor dem jemand ein Paar sehr reizvolle rosa Stöckelschuhe mit Pfennigabsätzen abgestellt hat. Erst Harry Rowohlt entschlüsselt das Geheimnis: »Will man die Fremdheit der Fremde bezwingen, / Umgebe man sich mit persönlichen Dingen.« Aber auch dieser Vers bleibt zweideutig, denn es könnten sowohl die Schühchen als auch der Inhalt des Koffers gemeint sein.Hier haben sich zwei Meister ihres Faches gefunden, die auf grazile Weise miteinander harmonieren, und das schon mehrere Male kongenial unter Beweis gestellt haben. Nach dem gleichen Strickmuster haben sie sich bereits mit Hunden, Engeln und Vögeln beschäftigt und ihnen ein einzigartiges Denkmal errichtet. Rudi Hurzlmeier, der, wie der Kunstkritiker Oliver Maria Schmitt schrieb, »sorglos, dünn oder pastos schlenzt, der das Acryl auf die Leinwände zieht oder pfeffert wie seine Lehrer Rubens, Velázquez, Monet und Magritte es ihm beigebracht haben«. Und Harry Rowohlt, der nicht erst seit der Zusammenarbeit mit Rudi Hurzlmeier zu den ganz großen Dichtern gehört und zudem unübertroffen in der Vortragskunst ist, der mit zwanzig Stimmen sprechen kann, in jedem Dialekt zu Hause ist, der schnurren, gurren, schreien, grummeln kann und dessen Stimme so tief ist »wie die Schlucht, in die die Autobusse fallen«, wie Herr Hacks einmal anmerkte.Von diesen beiden genialen Künstlern einmal abgesehen, hat das Buch den Vorteil, daß man es immer wieder zur Hand nehmen kann und man nie das Gefühl hat, daß sich da was zieht. Jedenfalls nicht in die Länge. Auf 20 Bildtafeln sieht man alles, was man über Katzen wissen muß. Und welches Katzenbuch bietet das schon?

Klaus Bittermann

Rudi Hurzlmeier »Miez Miez«, Mit Versen von Harry Rowohlt, Haffmans bei Zweitausendeins, Hamburg 2007, Euro 9.90

Diekmann, Kai

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»Warum ist der ›Gutmensch‹ eigentlich ein Schimpfwort?«, fragte kürzlich Evelyn Finger in der Zeit und gab auch gleich eine Antwort. Die Häme würde bei Nietzsche anfangen, im Stürmer fortgesetzt, ein »Kampfbegriff ist er für die Neue Rechte, und salonfähig wurde er durch die 68er-Kritik im Stil von Klaus Bittermanns Wörterbuch des Gutmenschen«. Letztlich liefe die Kritik auf die »Verachtung« des Menschen hinaus. Soso, nicht schlecht. Mal eine ganz neue Erfahrung, in der direkten Tradition von Nietzsche und Julius Streicher zu stehen. Da war sogar Wolfgang Schäuble differenzierter. Der hatte das »Wörterbuch des Gutmenschen« wenigstens gelesen. Jedenfalls zitierte er so ausführlich daraus, dass sich eine Interpretation erübrigte, denn ein Argument muss in jedem Kontext Bestand haben, und den hatte es. Das war immerhin fair, anders als das insinuierte Geraune von Evelyn »Schlimmer« Finger, der es nur darum ging, das »Wörterbuch des Gutmenschen« unter Naziverdacht zu stellen.Die von mir zusammen mit Gerhard Henschel und Wiglaf Droste herausgegebenen zwei Bände enthielten dabei überhaupt keine »68er-Kritik«. Da wäre es für Evelyn Finger nützlich gewesen, mal einen Blick in das Buch zu riskieren, es sei denn, sie kann eine Kritik an den 68ern als Generation nicht unterscheiden von einer Kritik, die u.a. auch 68er trifft wie eben jeden, der nachweislich Mist erzählt. Vielmehr enthält das Wörterbuch kurze Analysen des »Plapperjargons und der Gesinnungssprache«, z.B. solcher schaumsprachlichen Phrasen wie »Gerade wir als Deutsche«, »Mein Freund ist Ausländer«, »verkrustete Strukturen aufbrechen«, »dem Ansehen Deutschlands schaden«, »nicht den Rechten überlassen«, und wie bereits an der einen oder anderen immer wieder gern in den Mund genommenen Worthülse deutlich wird, dürften die Nazis kaum glücklich darüber sein, wie sie abgehandelt wurden. »Mit Nazis reden«? »Warum?«, schrieb Wiglaf Droste dazu. »Das Schicksal von Nazis ist mir komplett gleichgültig; ob sie hungern, frieren, bettnässen, schlecht träumen usw. geht mich nichts an. Was mich an ihnen interessiert, ist nur eins; dass man sie hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarrenschachtelwelt passen. Ob man sie dafür einsperrt oder ob sie dafür auf den Obduktionstisch gelegt werden müssen, ist mir gleich, und wer vom Lager für andere träumt, kann gerne selbst hinein. Dort, in der deutschen Baracke, dürfen dann Leute wie Rainer Langhans, Wolfgang Niedecken und Christiane Ostrowski zu Besuch kommen und nach Herzenslust mit denen plaudern, zu denen es sie ständig zieht.« Und natürlich auch Evelyn Finger. Die darf das auch, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass auch sie davon ausgeht, dem »Ansehen Deutschland zu schaden«, wenn man nicht »mit Nazis redet«.Man muss auch nicht bis zu Nietzsche zurückgehen. Das tut nur jemand, der ein bisschen mit Wikipedia-Wissen protzen möchte. Was ein »Gutmensch« ist, erfährt man dadurch jedenfalls nicht. Zur Blüte gelangte sein Jargon in den 80ern, den Hochzeiten der Friedensbewegung, als man nationale Souveränität forderte und schwerst betroffen die »amerikanischen Besatzer« aus dem Land treiben wollte. Beides hat man inzwischen geschafft und deshalb ist das Gutmenschengeplapper seither kein Privileg mehr des linksliberalen Milieus. Inzwischen kann man diese Schaumsprache überall vernehmen, in der Talkshow genauso wie in einer Parlamentsrede für oder gegen die Abschaffung des Asylrechts. »Alle kleiden ihre Argumente in Phrasen der guten Absicht und des guten Willens. Die Gutmenschensprache hat ihren spezifischen Ort verloren, aus dem heraus sie entstanden ist: den Ort des Protests. Seitdem selbst der breit getretendste Mainstreamquark noch als oppositionelle Meinung verkauft wird, ist der Protest Allgemeingut geworden. Jetzt ist jeder gut, jeder Hundehalter ist heute ein Querdenker und fühlt sich als unbequemer Zeitgenosse, jeder Schrebergärtner hat heute eine ›Identität‹ und begreift sein Tun als ›Herausforderung‹«, hieß es im Nachwort der für eine TB-Ausgabe überarbeiteten Version des Wörterbuchs.Das ist jetzt neun Jahre her und nie hätte ich gedacht, auf so wundervolle Weise bestätigt zu werden, denn nun hat Kai Diekmann in »Der große Selbstbetrug« auch in Form eines Buches den Beweis angetreten, dass er zu jener Spezies Menschen gehört, die sich als »Querdenker« fühlen, aber eben nur Dicktuer sind. Kai Diekmann, werden Sie sagen? Muss man wirklich an jeder Mülltonne schnuppern, um zu wissen, dass es daraus stinkt? Ja, Sie haben recht. Muss man nicht. Dennoch lässt sich an ihm ein interessantes Phänomen beobachten. Fast 15 Jahre nach der Sprachanalyse des Gutmenschenjargons kommt Kai Diekmann nun auch auf den vermeintlichen Trichter, obwohl sich der Gutmensch in seiner ursprünglichen Bedeutung schon lange verabschiedet hat. Kai Diekmann lastet einfach alles vermeintlich und von Bild angeprangerte Übel den 68ern an, die er durch die Bank als »Gutmenschen« denunziert. Einen Begriff davon hat er nicht. Ein Gutmensch kann alles und jeder sein, sogar Kai Diekmann selber: »Auch ich bin … oft selbst der ›Gutmensch‹, über den ich mich lustig mache.« Bis auf diese »Ausnahme menschlicher Schwäche« (Göring) jedoch, ist ein Gutmensch einfach nur jemand, dem man alles in die Schuhe schieben kann, ein moderner Sündenbock. Es sind die »Schlechtredner« der deutschen Einheit, die, die hinter der DDR nicht sofort die »Fratze eines bankrotten Staatswesens unter dekadent-korrupter Führung« erblickt haben, die, die nicht gegen die »jahrzehntelange Kaputtsparerei beim Militär« protestiert haben, die, bei denen »Sexualverbrecher, Mörder und Ex-Terroristen auf größtmögliches Verständnis hoffen können«. Diekmann ist nichts dergleichen, aber er lebt von den Sexualverbrechern, Mördern und Ex-Terroristen. Und zwar gut. Jedenfalls ist er der presserechtlich verantwortliche Mann für einen täglich frisch aufgeschütteten Misthaufen, der sich Bild nennt, ein Mann wie ein Ölfilm, dem es geglückt ist, wie Gerhard Henschel schrieb, »sein Hobby – Latrinenparolen, Treppenhausklatsch und üble Nachrede – zum Beruf zu machen«. Jeder aufrechte Patriot müsste einen Anfall kriegen, wenn der »Unterhosenschnüffler« Kai Diekmann ständig seiner Sorge um »die Zukunft dieses Landes« Ausdruck verleiht und wenn er ständig von seiner befremdlichen »natürlichen Vaterlandsliebe« schwadroniert, aber statt auf Distanz zu dem Mann mit dem hohen Schmiergehalt zu gehen, haben sich Schirrmacher, di Lorenzo und Aust mit ihm gemein gemacht, indem sie kein böses Wort über ihren Kollegen in ihren Zeitungen zulassen. Diekmann kommt damit das Verdienst zu, ein Kloakenblatt salonfähig gemacht zu haben, das aber keineswegs, wie er dreist lügt, seriös geworden ist. Eher schon haben sich Zeit, Spiegel und FAZ auf das Niveau von Bild begeben. Und wenn selbst ein Michael Naumann, der genau um die Qualitäten von Bild weiß, sich dafür hergibt, Kai Diekmann aufzuwerten, indem er bei dessen Buchpräsentation mitwirkt, nur um im Oberbürgermeisterwahlkampf in Hamburg Bild gnädig zu stimmen, dann wird deutlich, dass Diekmann sie alle im Sack hat. Darin können sie sich dann alle gemeinsam Sorgen »um das Ansehen Deutschlands« machen. Dass sie selber dabei das größte Problem sind, fällt ihnen nicht auf. Und das ist ja irgendwie auch wieder tröstlich. Jedenfalls kommt einer, der noch alle Schweine im Rennen hat, erst gar nicht in die Versuchung, ein Land zu lieben, das von einer »Elite« regiert wird, die geistig und moralisch auf so niedrigem Niveau steht, dass sie sich von einem Strizzi wie Kai Diekmann herumkommandieren lässt.

Unter den Achseln ein Arier

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Antoni Graf Sobanskis Alltagsbeobachtungen aus dem Nazideutschland

Je länger der Nationalsozialismus zurückliegt, desto mehr wird er in Deutschland bewältigt. So eifrig und gründlich die Identifikation mit dem Nationalsozialismus einst war, so eifrig und gründlich wird seine Aufarbeitung betrieben. Es wurden viele dicke Wälzer über ihn verfaßt und es gibt kaum einen Aspekt des Phänomens, der nicht bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet und dem nicht eine umfangreiche Studie gewidmet wurde. Nur einem Aspekt wurde nie allzugroße Aufmerksamkeit zuteil: der Lächerlichkeit Hitlers und seiner Anhänger, denn durch sie glaubte man, würden die Verbrechen in ihrer Bedeutung »relativiert«. Das jedenfalls war die in der Regel geäußerte Befürchtung, als Achim Greser in 44 Cartoons Hitler als kleines Würstchen darstellte, als Versager, Dilettanten und Kleinbürger. Über Hitler zu lachen wurde und wird immer noch als Frevel empfunden. Nur gut, daß sich Cartoons leicht ignorieren lassen.Es war eine Sache, die Naziverbrechen zu verabscheuen und auf ihrer Singularität zu beharren, eine andere war es zu begreifen, wie vollkommen alberne Figuren, die Hitler, Goebbels und Göring gewesen sind, zu dieser Macht kommen und diese Verheerungen anrichten konnten, vor allem, wenn man weiß, daß es nur wenige Menschen gab, »die die späteren Verbrechen des Regimes aus vollem Herzen bejahten, dafür aber eine große Zahl, die absolut bereit waren, sie dennoch auszuführen«, wie Hannah Arendt einmal bemerkte.Über dieses rätselhafte Phänomen erfährt man auch aus der 30. Gesamtdarstellung des NS nur wenig, schon gar nicht von den Betroffenen selber. Eine Ausnahme ist da Sebastian Haffner, der in seiner »Geschichte eines Deutschen« die Veränderungen in der Gesellschaft und in seiner näheren Umgebung registriert, die Zunahme von Brutalität und psychischer Verwahrlosung, den grenzenlosen Opportunismus und die idiotische Lächerlichkeit, die Entfremdung und Verlorenheit eines Individuums beschreibt.So aufschlußreich sind höchstens noch Zeitzeugnisse von Ausländern, die sich zeitweise in Deutschland aufhielten und die den ethnologischen Blick auf ein ihnen fremdes »Kulturvolk« hatten, wie z.B. Howard K. Smith in »Der Feind hört mit«.

Nun ist mit »Nachrichten aus Berlin 1933-1936« ein weiteres wichtiges Werk mit diesem Blick erschienen, das die Lektüre von zwei Kilo Fest ersetzen dürfte. Antoni Sobanski, einer »der aufgeklärtesten polnischen Aristokraten« und »ein Vorbild für Eleganz, Geschmack, distiguierte Umgangsformen und ähnliche Tugenden«, wie ihn Witold Gombrowski beschrieb, hatte 33, 34 und 36 Berlin und Nürnberg besucht und in mehreren Reportagen über seine Eindrücke vom Alltag der Deutschen berichtet. Gerade weil Sobanski kein Linker war und versucht, der »nationalsozialistischen Revolution« ohne Vorbehalte gegenüberzutreten, hat seine stilistisch brillante Aufdeckung der deutschen Mentalität großen Witz und gewährt einen tiefen Einblick in die deutsche Seele. Die vielen für sich vielleicht unbedeutenden Beobachtungen aus dem gesellschaftlichen Leben der Berliner ergeben dabei ein faszinierendes Kaleidoskop, das die Fremdheit, das Lächerliche und das Absurde sich in voller Pracht entfalten läßt.

1934 im Frühsommer: Nach der ersten Terrorwelle herrscht ein Klima der Angst. Überall sind Uniformen zu sehen, und zwar nicht nur die mit dem »häßlichsten aller Brauntöne«, sondern derartig viele verschiedene, daß man offensichtlich leicht den Überblick verlieren konnte. »Nur eine verschwindend kleine Anzahl junger Leute in Berlin gehört keiner Organisation an.« Ebenso verwirrend scheint die Vielfalt der diversen Abzeichen gewesen zu sein und es erforderte schon ein kleines Spezialstudium, um zu wissen, welches Abzeichen an welcher Uniform wo getragen werden durfte. Die Cafés der Bohème sind geöffnet, aber leer. In einem Lokal, dessen Bewirtschaftung »rein national« ist, erheben sich die Gäste oft »und trinken ihr Bier im Stehen, ein sehr kompliziertes Ritual. Es ist mir nicht gelungen, alle seine Geheimnisse aufzudecken.« Die Nazis versuchten, den Alltag der Deutschen bis ins kleinste zu reglementieren und ein »Nationales Amt für Mode« entwarf sogar »Vorschriften für Eintänzerinnen über die Tiefe ihres Ausschnitts«. Sobanski berichtet weiter über den Versuch, die Prostitution abzuschaffen mit dem Ergebnis, daß die Frauen drei Tage nach einer großen Razzia »wieder ihre alten Posten bezogen, etwas wund, aber mit nationalsozialistischem Abzeichen an der Brust.« Es ist die Zeit der zahlreichen Selbstmorde »aus unbekannten Gründen«. Und Sobanski fügt sarkastisch hinzu: »Ja doch, das muss eine Revolution sein.«

Sobanski war auch Zeuge der Bücherverbrennung, die in ihm, dem Bildungsbürger, zwar »große Traurigkeit« auslöste über ein »Volk, das diese Schande auf sich lud«, und darüber, »als gaffender Ausländer Zeuge dieser ›Familienschande‹ gewesen zu sein«, ihn aber nicht davon abhielt, die Veranstaltung als ziemlich mißlungene Inszenierung zu beschreiben, die nichts mit der späteren »hysterischen« Darstellung in der Presse zu tun hatte. Der Umzug war so unscheinbar, daß er nicht den kleinsten Menschenauflauf verursachte, und auch Straßen mußten deshalb nicht gesperrt werden. Die Menge auf den Platz begrüßte den Umzug nicht, »das Interesse auf den Gesichtern fiel in die Kategorie mittelmäßig«. Dann sprach Goebbels. »Keine Redeparodie könnte diesen demagogischen Ton wiedergeben. Bei mir ruft das Original schon Lachen hervor. Nach der kurzen Ansprache des Propagandaministers jubelten ihm nur die ihm am nächsten Stehenden zu, der Rest glotzte teilnahmslos.« Nach dem Ende des Zeremoniells ging die Menge schnell auseinander. Die Feuerwehr löschte das Feuer und Andenkenjäger wühlten in der Asche, um unter dem Motto »dem Feuer entrissen« die Trophäen auf »wahren Auktionen« zu verscherbeln. »Als kleiner Lichtblick in dieser traurigen Geschichte sei noch erwähnt, daß die Studenten auf den Lastwagen während des Umzugs eifrig nach pikanten Werken suchten und für sich zur Seite legten.« Sobanski wertet das als Zeichen, daß »die Jugend menschlich geblieben ist«, eine zwar gewagte These, die aber zeigt, daß er durchaus auch nach positiven Aspekten in den deprimierenden Ereignissen suchte.

Vollkommen abstoßend erscheint Sobanski hingegen der staatlich verordnete Antisemitismus, und auch wenn er ihm von seinen Landsleuten nicht unbekannt gewesen sein dürfte, so machte es doch einen Unterschied, ob eine offensichtlich schwachsinnige Ideologie ein Dasein im gesellschaftlichen Bodensatz fristete, wo er schlimm genug war, aber nicht die Schäden anrichten konnte wie der Antisemitismus, der zur offiziellen Staatsreligion aufgestiegen war. So beschreibt Sobanski, wie er in der Geschäftsstelle der Zeitung »Der Angriff« das Buch »Juden sehen Dich an« vom Sekretär des deutschen PEN-Clubs Johann von Leers durchblättert, das ihm von einem Bekannten empfohlen worden war: »Unwillkürlich steigt in mir nervöses Lachen auf. Die Straße vor dem Fenster, die Redaktion, in der ich sitze, der Herr hinter der Theke – all das spricht dafür, dass ich mich in der zivilisierten Welt befinde. Und dann dieses unglaubliche Dokument der Verwilderung!«, in dem sechs Gruppen unterschieden wurden: »Blutjuden, Lügenjuden, Betrugsjuden, Zersetzungsjuden, Kunstjuden und Geldjuden.«

Was bei jemanden wie Sobanski fassungsloses Staunen und Horror auslöst, wird von den Deutschen schweigend und achselzuckend, vielleicht auch peinlich berührt hingenommen, aber eben hingenommen. Das ist nicht weniger merkwürdig wie das geduldige Ertragen der bis zu einer Stunde dauernden Wochenschau vor Filmbeginn, in der »wilde, mit demagogischem Gebrüll vorgetragene Erklärungen« abgegeben wurden. »Albern sieht dabei nur der Führer selbst aus, obwohl nur er allein bei jedem Erscheinen auf der Leinwand tosenden Applaus hervorruft.«Sobanski kann bei diesem Irrsinn gar nicht anders als sich mit feinem Witz über die Rassevorstellungen der Nazis lustig zu machen, ohne dabei sonderlich übertreiben zu müssen: »Alle bekannten Leitlinien der Zucht werden auf die menschliche Rasse angewandt. Wie bei den Kühen wird es in Zukunft Menschen der ersten, der zweiten usw. Kategorien geben. (…) Man hört den Spruch: ›Wir müssen uns vernorden.‹ Von einer Frau mit blondiertem Haar heißt es scherzhaft: ›Sie hat sich vernordet.‹ Eine Breslauer Zeitung berichtete vollen Ernstes, sie hätte ›aus sicherer Quelle‹ erfahren, dass Hitler, obwohl er einen schwarzen Schnurrbart trägt, unter der Achsel blond sei.« Wenigstens unter der Achsel ein Arier. Wie wenig die nationalsozialistische Nomenklatura den eigenen rassischen Kriterien entsprach, die zur Verfolgung und Aussonderung von Juden, Homosexuellen und Transvestiten dienten, war so offensichtlich, daß man es nur mit einem dicken Brett vor dem Kopf ignorieren konnte. »In Hitlers nächster Umgebung dagegen gibt es einige, denen offenkundig der Instinkt für die ›Arterhaltung‹ fehlt«, drückte es Sobanski in Anspielung auf Görings Homosexualität mit feiner Ironie aus.

1934 reist Sobanski wieder zurück nach Polen. Einer seiner Eindrücke: »Eine Höhle, eine Keule und ein behaarter Ehemann, der sich schützend vor seine Frau mit fliehender Stirn stellt – solche Bilder bekommt man vor Augen, wenn man in dieser Atmosphäre der Verherrlichung von Stammesdenken lebt.«Ein Jahr später wieder in Berlin sieht wieder alles anders aus. Die erste Terrorwelle ist vorbei, das Leben bricht sich wieder Bahn. Plötzlich spürt Sobanski eine »warme Herzlichkeit« der Leute auf den Straßen. Die Cafés sind wieder gefüllt, die Zahl der Uniformierten hat stark abgenommen, vom »Nationalen Amt für Mode« ist nichts mehr zu hören, die Bohème blüht wieder auf, und auch Kurzberichte über Selbstmorde in der Rubrik »Vermischtes« entdeckt man nur noch selten. Nur im Journalismus herrscht hundertprozentige Gleichschaltung, so daß sogar Goebbels die Presse dazu aufruft, den Zeitungen wieder »ein individuelles Antlitz zu verleihen und konstruktive Kritik am Regime zu üben«. Letzteres ist natürlich nicht so gemeint und auch ein wenig hinterhältig, denn als ein Journalist in der Landwirtschaftszeitschrift »Grüne Post« sanfte Kritik an den Bedingungen übt, unter denen die Presse arbeiten muß, wird das Blatt drei Monate aus dem Verkehr gezogen.

Ein drittes Mal reist Sobanski 1936 nach Nürnberg auf den Parteitag, der eine einzige riesige Masseninszenierung ist. Ein Highlight ist eine Pressekonferenz von Julius Streicher, der »selbst unter den Kollegen der Hitler-Elite als ehrlicher Psychopath gilt«, und allein die Beschreibung dieser absurden Veranstaltung verdient es, ausführlich zitiert zu werden, weil sie einen Eindruck von der Normalität des Irrsinns verschafft (die, wie man sehen wird, auch heute noch am Werke ist): »Nun betritt Streicher den Saal. Ein dicker, untersetzter Mann mit einer Hakennase und schmaler Stirn. Feierlich, aber rasch mit erhobenen Händchen, schreitet er durch den ganzen Saal. Anschließend werden wir ihm alle der Reihe nach vorgestellt. Die meisten verneigen sich tief – sie fühlen sich ausgesprochen geehrt. Nach dem Abschreiten ›unserer Front‹ stellt er sich hinter den Tisch und redet eine halbe Stunde. Er ist ein Fanatiker mit rabiater Diktion. Einen Journalisten (…) nennt er ›einen Schweinehund‹. (…) Er spricht wie ein Papst zu abreisenden Missionaren.« Auf der einen Seite betont Streicher, daß die Deutschen nicht die Absicht hätten, das Judentum in allen anderen Ländern zu bekämpfen, auf der anderen Seite betont Streicher, daß die Judenfrage nicht ohne Blutvergießen gelöst werden könne. »Ich schaue in den Saal: in der ersten Reihe ein fettleibiger, olivenfarbiger und abstoßender Italiener mit rabenschwarzem Haar, lüstern hervorquellenden Lippen und Hakennase. Ein hervorragendes Gesicht für die erste Seite des ›Stürmer‹. Jemanden, der weiter vom Ariertum entfernt ist, kann man sich schwer vorstellen. Aber für Streicher ist er ein Bruder.«Später folgt die Eröffnung des Parteitags mit einer Rede Hitlers, in der er u.a. die »Wiedergeburt des deutschen Theaters« feiert. Jeder weiß, daß das deutsche Theater ohne die jüdischen Schauspieler völlig auf den Hund gekommen ist. Aber der Theaterexperte Hitler »läßt uns süffisant wissen, all das habe man erreicht, ohne dass sich ein einziger Jude daran beteiligte. (…) Göring schüttelt sich vor Lachen regelrecht aus. Er hopst in seinem Sessel wie ein Ball auf und ab und klatscht dabei spärlich in seine fetten Hände. (…) Sein weibliches Gesicht wird dabei fürchterlich rosa, fast lachsfarben. Aus seiner Gestalt sprudelt grenzenloser infantiler Sadismus. So muss Nero ausgesehen haben, als er den Brand Roms besungen und auf der Lyra begleitet hat. Schade, dass wir Charles Laughton nie in der Rolle des preußischen Premiers erleben werden.«

Trotz Masseninszenierung, Fahnenmeer, Lichtdom mit 150 Flakscheinwerfern, unendlichen Paraden und Reden, die die Macht und die Pracht des Systems ins rechte Licht rücken sollten, bleibt Sobanski skeptisch. Immerhin, so glaubt er, scheint das System keinen Krieg zu wollen und auch keinen zu erwarten. Kein Wunder, damals waren die Nazis ja auch noch nicht soweit. Drei Jahren später hatte sich das geändert. Aber entscheidend ist nicht die unzutreffende Voraussage von Sobanski, sondern daß er die richtige Frage gestellt hat: Warum haben sich bestimmte gesellschaftliche Gruppen und Parteien in Deutschland, die z.T. nicht mal von der Repression betroffen gewesen waren und fest im Sattel des Staatsapparats saßen, so »offenkundig feige« verhalten? Sobanski meint, weil »die Deutschen ihrer Natur nach schlicht unfähig sind, aus der Reihe zu tanzen.« Als Erklärung vielleicht etwas schlicht, aber ganz so einfach erschließt sich einem polyglotten Polen eben nicht, warum die Deutschen einem albernen Gnom wie Hitler hinterhergerannt sind. Ein Buch von unschätzbarem Wert, weil es Alltagsbeobachtungen aus dem Nazideutschland aus erster Hand enthält, wie man sie selten zu lesen bekommt, niedergeschrieben von einem großartigen Autor, der eine feine Beobachtungsgabe hatte und der mit Witz, Stil und Verstand viel Erhellendes und Unerwartetes aus dem merkwürdigen Universum mit seinen merkwürdigen Eingeborenen berichtete.

Antoni Graf Sobanski »Nachrichten aus Berlin 1933-1936«, Berlin 2007, Parthas Verlag, Aus dem Polnischen von Barbara Kulinska-Krautmann.