Die Wahrheit über den 4. Spieltag

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Der schlechteste Saisonstart in der Ära Klopp ist perfekt. Nur war die Niederlage gegen Mainz ziemlich unnötig, denn der BVB war phasenweise hoch überlegen, obwohl Mainz sehr diszipliniert spielte und vor allem hinten die Räume geschickt zustellte. Dennoch hatte Dortmund klare Chancen, aber Ramos vergab oder traf nur den Pfosten. Es hätte Dortmunds erstes Unentschieden werden können, aber kurz nach der Einwechslung von Mhkitaryan für Kagawa und Immobile für Ramos fiel nach einer ganzen Serie von Fehlern des BVB und nach der ersten nennenswerten Chance von Mainz das 1:0. Zuerst lassen Durm und Großkreutz einen Mainzer laufen, dann lässt sich der sonst so zuverlässige Sokratis an der Torauslinie ausspielen und Ginter steht zu weit weg von Okazaki. Überhaupt erwischt Ginter einen gebrauchten Tag, denn er erhöht kurze Zeit später mit einem Eigentor zum 2:0 für Mainz, während auf der anderen Seite nach einem Schuss von Mhkitaryan der Pfosten ein zweites Mal retten muss und Immobile als Krönung auch noch einen allerdings etwas zweifelhaften Elfmeter verschießt. Eigentlich wollte Aubameyang schießen, aber Immobile drängte sich vor. Der Italiener hat noch lange nicht das System Klopp begriffen. Er glaubt immer noch, durch Einzelleistungen wie sein grandioses Tor gegen Arsenal, wo ihm allerdings ein verstolperter Ball vor die Füße fiel, Spiele entscheiden zu können. Er hält den Ball zu lange und ist zu eigensinnig. Er begreift nicht, dass es nicht darauf ankommt, ob man selbst Tore schießt, solange die Mannschaft gewinnt. Lewandowski hat zwei Jahre gebraucht, um das zu begreifen. Der Italiener hat nicht so viel Zeit, und da Ramos nun mal ein eher mittelmäßiger Stürmer ist, geht die Torgefahr z.Z. nur von Aubameyang aus. Wieder einmal bestätigt sich, dass Dortmund nach einem glänzenden CL-Auftritt das Ligaspiel verrutscht. Aber auch Bayern kommt über ein torloses Remis in Hamburg nicht hinaus. Dort gibt es einen neuen Trainer: Joe Zinnbauer. Und manchmal wirkt das. Wie letzte Saison, als Slomka ans Ruder kam und Dortmund verlor. Danach aber ging es mit dem HSV weiter bergab. Ob es diesmal anders sein wird? Schalke hat nach seinem überraschenden 1:1 bei Chelsea gegen Frankfurt ebenfalls einen Einbruch. 2:2 hieß es am Ende. Und Platzverweise für Draxler und Boateng gab es dazu. Seit sechs Pflichtspielen ist Schalke nun ohne Sieg und hat den schlechtesten Saisonstart seit 47 Jahren. Und dabei kam Herr Schmidt (Schiedsrichter) den Schalkern sogar noch zu Hilfe, denn er verweigerte der Eintracht nicht nur einen klaren Elfmeter, sondern schenkte Schalke einen. Da würde sich selbst ein FC Bayern schwer tun, Spiele zu gewinnen. Aber Bayern wird sowieso bevorzugt behandelt. Wenn alle Punkte liegen lassen, gewinnt eben Paderborn, und zwar gegen Hannover, und setzte sich damit zumindest für eine Nacht an die Tabellenspitze. Immerhin glaubt die Mannschaft an sich, und dann gelingt auch alles, sogar ein Jahrhundert-Tor aus 82 Metern in der 93. Minute als Hannovers Keeper im Sturm mit aushelfen wollte. Und Stuttgarts Manager Bobic fliegt nach einer erneuten Niederlage (2:0 gegen Hoffenheim) seine Unfähigkeit um die Ohren. »Ach wissen Sie, es gibt im Sport, und gerade im Fußball immer Up und Downs. Nach jedem Up kommt eben ein Down … äh, ein Up natürlich.« Und genauso spielt Stuttgart ja auch.

Die Wahrheit über den 3. Spieltag

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So schöne Inszenierungen gibt es nur in Dortmund. Nur wenige Tage nach der Rückholung des Lieblings aller Fans Kagawa von Manchester United wurde der Japaner sofort eingesetzt, weil Reus sich bei einem überflüssigen Länderspiel wieder verletzt hat. Aber das System Klopp hat sich in den zwei Jahren seiner Abwesenheit nicht verändert, und die meisten kennt Kagawa noch aus seiner Zeit, als er den BVB zur Meisterschaft führte. »Kevin hat mich am herzlichsten empfangen«, sagte er, und man mag von Großkreutz halten, was man will, aber in solchen Dingen ist er für den Verein unschätzbar wertvoll, denn er ist eben nicht nur ein hochdotierter Profi, der nur darauf guckt, wo er das meiste Geld bekommt, sondern der auch für ein gutes Betriebsklima sorgt. Und sofort war Kagawa wieder der Mittelpunkt des Dortmunder Spiels, war ständig anspielbar, gab den feinen Pass auf Großkreutz, der in der Mitte für Ramos auflegte. Und dieses 1:0 in der 34. Minuten war »der Dosenöffner« (Oliver Kirch). Danach fingen die Dortmunder, die sich eine halbe Stunde lang gegen tiefstehende Freiburger schwer taten, an zu zaubern. Man konnte ihnen die Spielfreude ansehen. Und Großkreutz überraschte als ständiger Unruheherd, denn an fast allen torgefährlichen Aktionen war er beteiligt. Das 2:0 besorgte dann Kagawa selbst, als nach flacher Ballhereingabe durch Ramos zunächst Mkhitaryan verpasste. Die Südtribüne, die fast komplett mit rotem Punkt auf weißen Stirnband angetreten war, feierte ihren neuen alten Liebling, und der Japaner breitete glücklich die Arme aus. Nach 64 Minuten plagten ihn nach 8,4 km Krämpfe und musste durch Immobile ersetzt werden. Das wunderte mich etwas, denn andere Dortmunder laufen 12 km, ohne Krämpfe zu kriegen. Ist das ein Hinweis darauf, warum es mit ManU bergab geht? Kagawa kann von Glück sagen, rechtzeitig davongekommen zu sein. Van Gaal ist gerade dabei, den Verein richtig vor die Wand zu fahren. Kagawa, der den Verein liebte, für 8 Millionen rauszuschmeißen, um stattdessen Di Maria, der lieber woanders spielen würde, für 75 Millionen zu holen, ist ein 67 Millionen teurer Irrtum. Denn Kagawa ist bestimmt nicht um diesen Betrag schlechter. Dafür kann er bei Dortmund CL spielen, während Di Maria ein Jahr lang international unsichtbar bleiben wird, und es sieht nicht so aus, als ob ManU nächste Saison wieder dabei ist. In Dortmund freut man sich bereits auf das neue Traumduo Reus-Kagawa. Wäre natürlich nicht schlecht. Und warum nicht das neue magische Dreieck ergänzt durch Mkhitaryan. Aber Freiburg ist nicht nur der Lieblingsgegner des BVB, ein richtiger Prüfstein war Freiburg nur die erste halbe Stunde. Immer noch geht es hauptsächlich darum, ohne Hummels, Reus, Sahin, Gündogan, Kuba, Schmelzer in den nächsten spielreichen Wochen einigermaßen über die Runden zu kommen. Die Bayern gewannen in Stuttgart durch ein Tor von Götze und durch eine Vorlage von Lewandowski. Eine mit Hahn und Kruse antretende Gladbach-Elf spielte lahme Schalke wie in alten Fohlenzeiten völlig an die Wand. Mit 4:1 war Schalke gut bedient und Manager Heldt redete bereits wie ein Roboter, bei dem eine Schraube locker sitzt, immer dasselbe: Intern aufarbeiten. Na dann. Ach ja: Müller, dessen Vorname mir gerade nicht einfällt, aber ich meine den von Bayern, rasiert sich unter den Achseln und Bild zeigt das auf einer ganzen Seite.

Genialer Dilettant. Ein Nachruf auf Bernd Kramer

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Bernd Kramer war einer der liebenswürdigsten Dilettanten, die ich kannte. Und als Anarchist muss man Dilettant sein, sonst wäre man ja kein Anarchist. Wäre er ein hochprofessioneller Anarchist gewesen, hätten wir uns nie kennengelernt. Bernd hat u.a. als Schriftsetzer gearbeitet. Seinen Büchern hat man das nie angesehen. Aber wer achtet schon auf Ästhetik, wenn er ein anarchistisches Buch in der Hand hält? Neben den anarchistischen Klassikern, die in seinem Verlag erschienen sind und die den nicht dogmatischen Teil der Linken über die Jahre hinweg begleitet haben und die in den linken Buchläden ein eigenes Regal einnahmen, wo sie mit der Zeit Staub ansetzten, hat Bernd Kramer Autoren entdeckt, die dann bei anderen Verlagen bekannt wurden, u.a. Funny van Dannen und Thomas Kapielski. Von dem von Hans Peter Duerr herausgegebenen legendären Periodikum »Unter dem Pflaster liegt der Strand« habe ich alle 14 Nummern. Natürlich folgte diese Zeitschrift auch dem linken Zeitgeist wie z.B. den Hexen, weil die mal eine verfolgte Minderheit waren und weil man auf deren Geheimwissen scharf war. Wenn man z.B. den ganzen Körper mit einer aus bestimmten Kredenzien zusammengerührten Salbe einschmierte, konnte man tatsächlich fliegen. Wurde da jedenfalls behauptet. Gleich in der Nummer 2 kam ein Daniel Giraud zu Wort: »Es steht fest, daß es Anarchos gibt, die sind so klein, daß sie in die Luft springen müssen, um auf dem Boden spucken zu können. Und was hat die Anarchie damit zu tun? Das heißt, die geniale Unordnung eines Herzens in voller Auflösung? Sie wird im Namen der Hierarchie der pseudolibertären Werte mit Etiketten versehen. Das heißt, daß ich wissen möchte, wie man nach dem gewaltsamen Tode des Anarcho-Pißpotts in den Wänden der sozialen Vernunft, die das Museum der Ideen leitet, die allesamt mit dem Stroh von Opas Anarchismus ausgestopfte alte Ärsche sind, libertär sein kann und dabei sozial(istisch)en Realitätssinn haben.« Dieses wirre Zitat gefiel mir so gut, dass ich heute noch genau weiß, wo es zu finden ist. Für all das war Bernd Kramer verantwortlich, dem keine Buchidee zu abseitig war, um sie nicht zu verwirklichen. Sein letztes Buch »Mit dem Flachmann auf Tuchfühlung. Tagebuchnotizen eines Tresenphilosophen« erschien dann bei Tiamat. Absurde und schräge Geschichten, die man nur in Kneipen erleben und sich auch nur dort ausdenken kann. Viel zu schräg, als dass sich viele Leute der Lektüre aussetzen wollten. Am besten gefielen mir seine Postkarten, die er mir schickte, wenn er sein Kommen ankündigte, um Bücher abzuholen, Postkarten, die mit viel Liebe hergestellte großartige Kunstwerke waren. Zuletzt traf ich ihn im »Goldenen Hahn«, wo ich anlässlich der Premiere und als Beiträger der von ihm herausgegebenen Anthologie »Schwarzbuch Kreuzberg« zwei kurze Stücke vortrug. Er saß an einem Tisch auf der »Bühne« und wunderte sich, wenn Leute das Buch kaufen wollten. Das fand ich so hinreißend, dass ich es eine schreiende Ungerechtigkeit finde, wenn solche liebenswürdigen und schrulligen Leute schon mit 74 abtreten müssen.

Die Wahrheit über den 2. Spieltag

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Augsburg war nach den Weggängen der besten Spieler der Aufbaugegner, den Dortmund nach der Niederlage gegen Leverkusen bitter nötig hatte. Ohne den noch nicht ins System integrierten Immobile entwickelten Aubameyang und Mkhitaryan und Reus einen Schwung, dem die vorsichtig spielenden Augsburger nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hatten. 3:2 gewannen die Dortmunder ziemlich knapp, aber nur deshalb, weil ihnen ein klarer Elfer verweigert wurde und im Gegenzug der Anschlusstreffer fiel. Das war schon alles nicht schlecht, aber Augsburg ist in dieser Verfassung auch kein Maßstab. Sowieso wurde alles von der Rückkehr Kagawas überschattet. Kagawas Pech war, dass er zu seinem Lieblingsverein stieß, als es mit ManU abwärts ging. Jetzt hat ihn der Holzkopf van Gaal aussortiert. Voraussichtlich läßt er ihn für acht Millionen ziehen, weil van Gaal stattdessen für 75 Millionen ein Di Maria von Real Madrid loseiste, der bereits sagte, daß ManU nicht sein Wunschverein sei. Nicht nur flog ManU gegen einen Drittligisten mit 4:0 aus dem Pokal, auch bei Aufsteier Burnley reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden, und das mit Di Maria und einem Kapitän Wayne Rooney, über den manche lästern, dass selbst die Titanic einen besseren Kapitän gehabt hätte. Das muß man auch erst einmal schaffen, einen der umsatzstärksten und angesehendsten Vereine der Welt so schnell in die Grütze zu reiten. Aber das kommt davon, wenn man als Retter in der Not autoritäre Betonköpfe verpflichtet und das Schicksal des Vereins an Einzelspieler wie Rooney knüpft und sich abhängig macht von deren Launen. Ähnlich ist das bei Barcelona, der inzwischen auch FC Messi heißen könnte. Das tut dem Verein nicht gut, jedenfalls sportlich gesehen, denn die letzte Saison war entsprechend mau und von schwachen Auftritten geprägt. Finanziell jedoch scheint das alles keine Rolle zu spielen. 20 % Umsatzsteigerung vermeldete Barcelona und man fragt sich warum? Im Fußball geht es ähnlich wie in der Kunst irrational zu, obwohl oder vielleicht gerade wegen der Tatsache, daß immer mehr Finanzinstitute sich in diesen Geschäftszweigen tummeln. Insofern ist es vielleicht gar nicht schlecht, wenn Dortmund immer wieder seine besten Spieler ziehen lassen muß, denn dadurch ist der Verein gezwungen, sich immer neu zu erfinden, neue Talente zu entdecken. Es wird zwar schwer, einen Titel zu holen, aber für Leute, die nicht ganz so einfach gestrickt sind, sind Titel nicht alles, sondern Drama, Leidenschaft, Aufregung, Genialität. Man kann sich natürlich einen Xabi Alonso holen und mit Hängen und Würgen ein 1:1 auf Schalke abgreifen. Das ist dann gerade mal halb so spannend wie das 1:0 durch Reus nach genialem Doppelpaß mit Großkreutz. Allerdings ist der Hang Dortmunds, im Ausland gescheiterte Ex-Stars zurückzuholen, zumindest fragwürdig, denn die Sehnsucht nach der Wiederauferstehung alter glorreicher Zeiten wird sich nicht erfüllen, aber immerhin könnte die Mannschaft mehr Stabilität kriegen. Und wenn Reus gehen sollte, hat man immerhin schon mal einen Ersatz. Als nächster wird dann Gündogan gehen. Aber für den hat man ja schon Ersatz und es ist nicht so, daß Sahin wirklich schlechter gewesen war. Sowieso kommt es darauf an, dass die vielen Verletzten langsam wieder zurückkehren. Auch bei Dortmund wird es eine ganze Zeit brauchen, bis die Mannschaft ins Rollen kommt.

Die Wahrheit über den 1. Spieltag

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Es war schon in bei den Stuttgarter Kickers im Pokal abzusehen und schon vorher bei der 4:0-Klatsche gegen Liverpool, dass Dortmund noch lange nicht in dem Spielmodus ist, um ein ernsthafter Kandidat für Platz 2 zu sein. Nicht nur fehlen acht Verletzte oder Spieler, die sich noch im Aufbautraining befinden, bei der Mannschaft, die auf dem Platz stand, klappte auch nicht das reibungslose Zusammenspiel. In Stuttgart hatte Dortmund noch Glück, dass die Kickers ihre Chancen nicht konsequent verwerteten. Das ließ sich gegen Leverkusen nicht behaupten, denn bereits nach 9 Sekunden stand es 1:0 für Leverkusen, ein Tor, das »besprochen« war, wie der neue von Redbull Salzburg kommende Trainer Roger Schmidt behauptete, das in Wirklichkeit aber nur durch die Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände zustande kam, wobei den Leverkusenern der unbedingte Wille zur Offensive nicht abgesprochen werden konnte. Schon früh setzten sie die verunsicherte Dortmunder Abwehr unter Druck, wo nur Sokratis als unermüdlicher und konsequenter Zweikämpfer die Pläne des Gegners durchkreuzte. Durm hingegen war ein konsequenter Unsicherheitsfaktor und Jojic war zwar bemüht, aber ist technisch einfach limitiert. Reus, der in Stuttgart nach schneller Genesung das erste Mal spielte und so gut wie alle Bälle verlor, konnte sich kaum durchsetzen, weil die Leverkusener das Spielfeld sehr klein machten und kaum Raum für sein Spiel blieb. Dieses Problem hätte man spielerisch lösen können, aber dazu fehlt z.Z. die Form, der die meisten Spieler noch hinterherlaufen. Bei Immobile wurde besonders deutlich, dass die Spielumstellung von Lewandowski auf ihn noch nicht klappte, denn er hatte kaum Ballkontakte. Als Strafraumspieler und »Krieger« wurde er gekauft, aber im gegnerischen Strafraum hielt er sich kaum auf, weshalb alle Flanken der Dortmunder wirkungslos verpufften. Das frühe Tor verunsicherte die Dortmunder sichtlich, und sie brauchten eine halbe Stunde, bis sie anfingen, den Leverkusenern etwas entgegenzusetzen, aber auch als sie in der 2. Halbzeit aufdrehten, gelang es ihnen nicht wirklich, gute Torchancen zu gerieren, und das lag schlicht auch daran, dass Leverkusen nicht nur eine gute Mannschaft hat, sondern auch im Unterschied zu Dortmund an ihrem Limit spielte, und wenn alle Stricke rissen, dann begingen sie ein taktisches Foul, weil der Schiedsrichter dafür kein gelb zeigte. Auch für Bayern hätte die Premiere ins Auge gehen können, aber im Unterschied zu Dortmund kann Bayern seine Verluste besser kompensieren und hatte gegen Wolfsburg einfach das nötige Glück, denn es hätte auch anders ausgehen können, aber dafür hätte Gustavo und Hunt besser in Form sein müssen. Das alles ist aber noch nichts gegen Schalke, die nicht nur im Pokal grandios an dem tapferen Drittligisten Dresden ausgeschieden sind, sondern jetzt auch gleich noch das Auftaktspiel in Hannover vergeigten. Und da am nächsten Spieltag die Bayern kommen, könnten wieder schwere Zeiten für Jens Keller anbrechen. Die zwei Abstiegskandidaten Köln und Hamburg trennten sich mit einem öden torlosen Remis und zeigten, was von ihnen in dieser Saison zu erwarten ist. Zumindest die Kölner Fans seien erstklassig, wird immer wieder betont, weil sie karnevalsmäßig mit Konfetti um sich werfen. Das war aber nichts gegen das Dortmunder Pfeifkonzert in den fünf Minuten der Nachspielzeit.