Aus dem Leben eines Verlegers

Wieder landet ein Manuskript auf meinem Schreibtisch. Von einem Dr.-Dipl. Dipl-Ing. »Eine kritische Resonanz auf (Ver)führungsmechanismen des Establishments«. Dem Exposé entnehme ich: »Nach allem, was hin und wieder vor deutschen Mikrofonen aufpoppt, sind unsere medienflutschigen Exegeten diktionaler Schikanen, kaum mehr darin zu überbieten, über kleine Inhalte viel zu sprechen und dabei wenig Gehaltvolles einzureichen, geschweige denn, auf klare Fragen prägnant und umfassend zu antworten. Die medienvermittelte Teile der Politik ist bisweilen so flutschig, wie eine nasses Stück Seife: So groß, glatt und von so flüchtiger Substanz, dass der Zuhörer ungeduldiger werdend immer wieder nach ihr greift und doch nur bereits bekannte Reste in der Hand zurückbehält.« Interessant, denke ich, nicht nur wegen der eigenwilligen Interpunktion, sondern auch wegen des noch eigenwilligeren Gedankengangs. Ich überlege, das Buch in meiner Satire-Reihe zu veröffentlichen. Dr.-Dipl. schreibt, er wäre dankbar, wenn ich ihm schnell antworten würde, weil er das Buch noch vor der Bundestagswahl herausbringen möchte.
Hunter S. Thompson hätte ihm vermutlich geantwortet: »Du dummes, wertloses, acid-lutschendes Stück Scheiße! Schick uns nie wieder diese Art von hirnzerfressendem Schweinefutter. Wenn ich Zeit habe, mache ich mich auf den Weg zu dir und treibe dir einen Holzpflock in die Stirn … Sincerely, Yail Bloor III, Minister of Belles-Lettre P.S. Have a nice day.« Okay, das ist jetzt vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich kann mir vorstellen, dass das Verfassen eines solchen Briefes eine große reinigende Wirkung haben kann. Die »Gonzo-Briefe« von Hunter S. Thompson, einem 600-seitigen Monumentalwerk, das auch andere großartige Schimpfkanonaden enthält, die für mindestens zehn Beleidigungsklagen ausreichen würden, habe ich einer Jury geschickt, die prüfen will, ob ich für einen mit 10000.- Euro dotierten Verleger-Preis in Frage komme, für den ich nominiert wurde. Ich fürchte, die Jury wird diese Briefe für nicht sehr seriös halten, falls sie einen Blick hineinwirft.
Dr.-Dipl. schreibe ich natürlich nicht, was Hunter Thompson von ihm halten würde. Ich glaube, er würde das nicht verstehen. Inzwischen habe ich einen weiteren Umschlag geöffnet, den mir die Post vorbeigebracht hat und der zwei Belegexemplare von Reclam enthält. Eine Anthologie mit Texten von Aristoteles, Epikur, Theodor Fontane, Egon Fridell, Baltasar Gracián, Martin Heidegger, Friedrich Hölderlin, Jean Paul, Konfuzius, Karl Kraus, Arthur Schnitzler, Kurt Tucholsky und mir. Der Titel: »Sei gelassen. Gedanken. Anregungen. Ruhepunkte«. Ich hatte das ganz vergessen, aber jetzt, wo das giftgrün und mittelmeerblau strahlende Büchlein vor mir liegt, überkommt mich eine große innere Ruhe. Ich schreibe Dr.-Dipl.: »Vielen Dank für die Zusendung Ihres Manuskripts, aber leider verlegen wir nur seriöse Bücher.« Vor allem das »leider« gefällt mir gut.

High sein, frei sein … Nachruf auf Bommi Baumann

Von seinem 1975 erscheinenden und dann auch gleich konfiszierten Buch »Wie alles anfing« besitze ich noch die Erstausgabe. Völlig zerfleddert, weil das Buch von vielen Freunden gelesen wurde, weshalb es wahrscheinlich weit mehr Leser gab als die 100.000 Exemplare vermuten lassen, die damals verkauft wurden. Er beeinflusste mit seinem Lebensbericht wahrscheinlich mehr Jugendliche als er es sich jemals vorstellen konnte, denn Bommi Baumann hatte zu diesem Zeitpunkt bereits alles erlebt, wovon die damals aufbegehrende Jugend träumte. Er radikalisierte sich wie viele seiner Generation am 2. Juni 1967, als Benno Ohnesorg erschossen wurde, er war Mitglied der »Umherschweifenden Haschrebellen«, deren Motto lautete »High sein, frei sein, Terror muss dabei sein«, er klaute Autos und überfiel Banken und er war Mitbegründer der »Bewegung 2. Juni«, die von der RAF als anarchistisch abgetan wurde, obwohl dem »2. Juni« mit der Entführung des CDU-Politikers Peter Lorenz eine der wenigen erfolgreichen Aktionen des bewaffneten Untergrunds gelang. Aber da war er bereits ausgestiegen und befand sich auf der Flucht. Mit seinem Buch hatte er sich auch vom bewaffneten Kampf losgesagt, weil er spätestens, als sein Freund Georg von Rauch erschossen worden war, wusste, dass dieser Kampf eine Sackgasse war. Stattdessen lief er in eine andere Sackgasse. Drogen und Alkohol. Eine Flasche Wodka trank er an einem Tag, zog die Vorhänge zu und vegetierte vor sich hin. Nur knapp entrann er im Urbankrankenhaus dem vorzeitigen Aus. Als ich ihn kennenlernte war er schon lange nicht mehr der Freak von früher. Er trat jetzt in einem antiquierten englischen Stil auf mit Tweedjackett, Krawatte und Manschettenknöpfen. Auf einer Lesung aus seinem neuen Buch »Rausch und Terror« (2009), die in der berüchtigten »Milchbar« stattfand und nicht in einer Buchhandlung, ließ ich mir ein Exemplar von ihm signieren. »Was soll ick reinschreiben?«, fragte er mich. »Was du willst.« Er schrieb dann: »Für Gott.« Nicht schlecht, dachte ich. Das war seine Art Humor. Undogmatisch, politisch nicht korrekt, aber immer gegen den Kapitalismus und seine Auswüchse. Natürlich war er kein Analytiker, aber er hatte ein funktionierendes politisches Koordinatensystem. Er hat nie die Seiten gewechselt wie viele aus seiner Generation, auch wenn er 1973 für die Stasi einen umfassenden Bericht über den bewaffneten Kampf in der BRD verfasste, weil er sonst an die Westbehörden ausgeliefert worden wäre. Den unreflektierten Antisemitismus, wie er in der radikalen Linken Anfang der 70er gepflegt wurde, hatte er abgelegt. Er war zu einem unabhängigen Geist geworden, der mehr von Kerouac, Ginsberg und Jack London sozialisiert worden war als von Marx und Lenin. Am vergangenen Dienstag starb er mit 68 Jahren in seiner Wohnung.

Eine Liebeserklärung and das Pariser Bistro

»Die Geschichte ist uns auf den Fersen. Sie folgt uns wie ein Schatten, wie der Tod«, schreibt der Anthropologe Marc Augé in seinem Buch »Orte und Nicht-Orte«, das ihn auch in Deutschland bekannt gemacht hat. Wenn uns die Geschichte vorantreibt, dann hat das etwas mit der Beschleunigung der Zeit zu tun, die immer rasanter wird, weshalb selbst die historischen Ereignisse immer mehr an Bedeutung verlieren. Kaum ist etwas an die Oberfläche der medialen Wahrnehmung geschwemmt worden, ist es auch schon Geschichte.
Dieses Phänomen ist ein Problem anthropologischer Natur. Und als ob Marc Augé sich nicht mit der Konstatierung des Problems abfinden will, scheint er mit seinem neuen Buch »Das Pariser Bistro« an etwas festhalten zu wollen, das sich dem rasenden Verwehen der Zeit entgegenstellt, resistent ist durch den Alltag der Leute, die mit ihren Gewohnheiten und täglichen Ritualen ein Moment der Trägheit sind, denn das Bistro ist ein Ort, auf den die beschleunigte Entwicklung und die Ereignisdichte keinen Zugriff hat und der sich in einer Art Parallelwelt befindet, eine Insel der Ruhe und der Glückseligkeit inmitten tosender Wellen. Und deshalb ist das Buch vor allem ein melancholisches Buch.
Louis Aragon, der für Augé eine Referenzgröße darstellt, hat in »Der Pariser Bauer« beklagt, dass »das Gefühl für das Wunderbare des Alltäglichen« verloren geht und dass das »Leben wie auf einem immer besser gepflasterten Weg voranschreitet«. Marc Augé versucht in seiner »Liebeserklärung« dieses Gefühl wiederzuentdecken. Dabei führt ihn die Erinnerung an seine Jugend in den 50er Jahren zum Place Saint-Sulpice am Café de la Mairie vorbei, wo André Breton saß und den Schüler vom Lycée Louis-le-Grand schwer beeindruckt. Damals konnte man in den Cafés in Saint Germain noch Sartré, Beauvoir, Althusser, Barthes begegnen. Augé beschwört diese Atmosphäre, auch wenn das Bistro als »irgendwo zwischen den schlichtesten Troquets [eine kleine Bar, in der man trinkt] und den kultiviertesten Cafés angesiedelt« nicht der Ort ist, der die Sehnsucht der Paris-Touristen immer wieder von neuem anfacht, wie überhaupt »Bistro« sich eben alles mögliche nennt und alles mögliche sein kann, von einer gewöhnlichen Bierkneipe bis zu einem gehobenen Restaurant. Aber das »Bistro« transportiert »eine unmittelbare Sympathie«, weshalb es für Augé auf eine »allzu strenge Definition nicht ankommt«. Und tatsächlich ist für Augé nicht entscheidend, was das Bistro ist, sondern wie es in seinen Erinnerungen vorkommt und was es für seinen Alltag bedeutet.
Als während der Befreiung von Paris von überall Menschen herbeiströmen und die vorrückenden Panzer umjubeln, da tauchen aus einem Bistro Weinflaschen auf, das von Augés Eltern immer gemieden wurde, obwohl sie im selben Haus wohnten. Vielleicht war das unbewusst eine prägende Erfahrung, in solchen Orten mehr zu sehen als nur Anrüchiges. Für Hemingway war das Bistro »ein behagliches, mitunter geselliges Zuhause, ein Büro zum Arbeiten und ein Salon, in dem er Gäste empfing«. Das Bistro ist also ein Ort für Gewohnheitstiere, ein Ort des Noch-nicht-zuhause-Seins, aber auch des Nicht-mehr-unterwegs-Seins, ein Ort, wo sich »Tragödie und Komödie« vermischen, ein Ort »der nichtssagenden Worte und des vielsagenden Schweigens, des lauten Lachens, des unterdrückten Seufzers und der diffusen Melancholie«.
Das Bistro ist die ideale Umgebung für oberflächliche Beziehungen, nach denen jeder Mensch ein Bedürfnis hat. Das Bistro enthält die Möglichkeit, sich in eine Zeitung ebenso wie in ein Gespräch zu vertiefen, ohne dass man sich deshalb verabreden muss, weshalb solche Gespräche oder vielleicht nur kleine Wortwechsel etwas Spontanes, aber auch etwas Ritualisiertes an sich haben.
In einer Welt, in der Großstadtmenschen sich während ihrer Arbeitspause immer mehr den Restaurantketten anvertrauen, in denen sich schnell und gedankenlos etwas hinunterschlingen lässt, entdeckt Augé die »paradoxen Existenz der Bistros« als etwas, das »als eine Form von Widerstand« betrachtet werden kann. »Sich an seinem Ort seine Zeit zu nehmen: Diese Formel, die das Ideal des Pariser Bistros gut definiert, hat heute etwas Provokantes.« Ob sich in ihnen allerdings das Wunderbare des Alltäglichen wieder entdecken lässt, das schon Aragon suchte?

Marc Augé »Das Pariser Bistro. Eine Liebeserklärung«, Aus dem Französischen von Felix Kurz, Matthes & Seitz Berlin

Liebe ard Tagesthemen

es hat Dich zu Recht beunruhigt, dass bei dem Attentäter von Nizza, dem Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel kein Täterprofil festzustellen war, eine Katastrophe für die Ermittler, die versuchen, solche Wahnsinnigen zu stoppen, bevor sie mit einem Laster 84 Menschen überfahren. Aber dann hast Du trotzdem auf ein paar Indizien hingewiesen. Zwar nicht Mohamed Lahouaiej-Bouhlel, aber einer der Attentäter von Paris hätte 30000.- Euro über den Straßenverkauf gefälschter Designer-Waren verdient, die er sich aus China an verschiedene Adressen hat schicken lassen, wie z.B. Luis Vuitton-Taschen, und damit seine Terrortaten finanziert. Du zeigtest Bilder von Afrikanern, die in Paris solche Taschen verkaufen, und lässt einen Firmenmann zu Wort kommen, der den Schaden beklagt, der der Wirtschaft dadurch entstehen würde, weil jeder, der eine gefälschte Designer-Tasche kauft, quasi den Terror finanziert. Vermutlich deshalb findet sich auch in einem Artikel über die Attentäter von Paris auf Spiegel-Online Werbung für Louis Vuitton-Taschen. Alle Achtung, ard-Tagesthemen, einen größeren bullshit habe ich selten gehört. Und das in den Nachrichten während der Primetime. Was hättest Du wohl gemacht, wenn sich einer der Attentäter mit dem Verkauf von Falaffel über Wasser gehalten hätte? Da ist jetzt echt gespannt, Ihr Klaus Bittermann

Karl Kraus in 33 Variationen

Es gibt zahlreiche Zusammenstellungen seiner Satiren und Polemiken, viele Ausgaben seiner Bücher, Edward Timms hat eine grandiose Biographie über ihn geschrieben, und dennoch scheint er immer noch das unbekannte Wesen zu sein, von dem man sich gerne das eine oder andere Bonmot herauspickt, den man aber nicht wirklich gelesen hat. Der österreichische Schriftsteller Richard Schuberth, dessen Eltern Abonnenten der »Fackel« waren, hatte das Glück, bereits früh mit Kraus sozialisiert worden zu sein. Er hat nun »30 und drei Anstiftungen« zu Kraus verfasst, sehr kluge, präzise, polemische Essays, wie Karl Kraus gelesen und verstanden werden sollte, wie die Linke ihn für sich fruchtbar machen kann, indem sie als erstes mit Karl Kraus lernt, sich von Phrasen fernzuhalten. Aber Karl Kraus wäre nicht Karl Kraus, wenn das so einfach wäre, denn er war kein Systematiker, der Widersprüche zu eliminieren suchte, sondern der sie auch selbst zugab, der sich über Stilblüten nicht lustig machte, sondern sich an ihnen erfreute. Richard Schuberth hat das facettenhafte Denken Karl Kraus bis in die letzten Winkel hinein reflektiert, und herausgekommen ist ein Buch, das die zahlreichen Meinungen über Karl Kraus nicht bloß reproduziert, sondern den Autor gegen seine Bewunderer wie Kritiker kenntnisreich verteidigt.

Richard Schuberth, »Karl Kraus. 30 und drei Anstiftungen«, Klever Verlag, Wien 2016

Die Wahrheit über den 34. Spieltag

Die Bundesliga ist voller Superlative und war dennoch noch nie so vorhersehbar. Bayern wurde zum vierten Mal hintereinander Meister. Und in der nächsten Saison werden sie zum fünften Mal hintereinander Meister werden. Und ein Jahr später zum sechsten Mal. Spannend ist das nicht. Und deshalb kann ich nur noch einmal meinen Vorschlag wiederholen: Wenn Bayern schon Meister wird, warum schicken die Vereine dann nicht ihre B-Mannschaften auf das Feld und geben der ersten Mannschaft eine verdiene Ruhepause? Verlieren tut man sowieso. Da spielt es auch keine Rolle mehr, ob man 3:0 oder 8:0 verliert. Den Nachwuchsspielern macht man damit eine Freude und Bayern hat keinen Gegner mehr, den sie allerdings sowieso nicht haben. Sie können sich dann ganz auf ihre internationalen Spiele konzentrieren und kommen dann vielleicht mal wieder ins Endspiel. Es wäre dann immerhin spannend zu beobachten, ob es für die besten Spieler in Deutschland und auf dem internationalen Markt wirklich attraktiv ist, gegen Jugendspieler und Ersatzmannschaften antreten zu müssen, von denen sie nicht wirklich gefordert werden. Aber vermutlich ist Bayern sowieso schon mit der Ausarbeitung eines Masterplans beschäftigt, um sich die lästige Bundesliga zu ersparen und in einer europäischen Liga zu spielen. Dann würde die Bundesliga vielleicht wieder spannend. Sogar in der Respect-Bar waren die Reihen deutlich gelichtet, denn auch bei Dortmund ging es um nichts mehr. Und das sah man der Mannschaft auch an, denn wie schon gegen Frankfurt fanden die Dortmunder kein Mittel gegen die tief gestaffelte Abwehr der Kölner, denen immer wieder gefährliche Konter gelangen. Das 2:2 am Ende war für die Dortmunder sogar schmeichelhaft, weil beide Tore haltbar waren. Tuchel meinte, dass die Spieler nicht bereit waren, das Spiel anzunehmen, und ob sie es gegen Bayern im Pokalendspiel seien, müsste man erst sehen. Niemand aber, nicht mal in der Respect-Bar, glaubt an einen Sieg. Es reicht einfach nicht, wenn Weigl im Mittelfeld die Bälle hin und her schiebt, die wenigen langen Bälle aber nicht ankommen und kein Überraschungsmoment vorhanden ist. Und davon auszugehen, dass man nochmal das Glück wie im letzten Jahr hat, als die Bayern einen Elfer nach dem anderen verschossen, wird man kaum haben. Dortmund muss sich damit begnügen, der beste Zweite in der Geschichte der Liga zu sein, der mit 78 Punkten in den vergangenen zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren sechzehn Mal Meister geworden wäre. Spannend war an diesem Spieltag nur ein einziges Spiel, und das war Werder gegen Eintracht. Und das endete eigentlich voraussehbar mit einem Sieg der Bremer, wenngleich auch erst in der 88. Minute. Denn auch wenn die Eintracht gegen den BVB eine Woche zuvor mit 1:0 gewonnen hatte, war das mehr durch Glück als durch Können zustande gekommen. Die spielerischen Möglichkeiten der Frankfurter sind doch sehr beschränkt, während die Bremer immer wieder gezeigt haben, dass sie es können, wenn es darauf ankommt. Und sogar gegen die Bayern im Pokalhalbfinale flogen sie nur durch die aktive Mithilfe des Schiedsrichters raus. Jetzt muss die Eintracht gegen Nürnberg in die Relegation. Es treffen also zwei erfahrene Fahrstuhlmannschaften aufeinander, und das ist schon mal spannender als das, was die Liga sonst zu bieten hatte.

Die Wahrheit über den 32. Spieltag

Nun ist es klar und ausgesprochen: Mats Hummels verlässt nach Gündogan und möglicherweise noch vor Mkhitaryan den BVB in einem Moment, in dem es mit Tuchel wieder aufwärts zu gehen schien. Jedenfalls hat Dortmund noch nie soviel Punkte eingesammelt wie bisher. Früher hätte es zu einer souveränen Meisterschaft gereicht, inzwischen hat Bayern durch Guardiola einen Modernisierungsschub in der Spielweise erhalten, und durch ihre Möglichkeiten, jeden Spieler zu kriegen, den sie haben wollen, halten sie den BVB auch bei dieser Punkteausbeute auf Distanz. Als ob die Ankündigung des Weggangs von Hummels Kräfte und Inspiration freigesetzt hätte, zeigten sich die Dortmunder gegen Wolfsburg zu Hause von ihrer besten Seite und überrollten den Tabellenzweiten der letzten Saison furios mit 5:1. Und das obwohl Hummels bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde. Hummels meinte, es wären ja nur vielleicht 400 Fans, die das gemacht hätten (Watzke sprach von 5 Prozent der Besucher, also ca. 4000), aber sie machten sich bemerkbar, denn fast alle Fans finden, dass er zu jedem Verein der Welt hätte gehen können, nur eben nicht zu den Bayern. Und es gab dann ja auch gleich den ersten Knatsch, als Hoeneß süffisant bemerkte, Hummels hätte bei den Bayern angefragt, was Hummels als »größten Humbug, den er je gehört« hätte, abqualifizierte, woraufhin Rummenigge die Wogen glätten musste mit dem Hinweis, das Bayern auf Hummels zugegangen sei. Natürlich ist Hummels schwer und vielleicht auch gar nicht zu ersetzen, aber auf der anderen Seite ist es vielleicht auch nicht schlecht, wenn ihn der Ehrgeiz nach München lockt, denn dort wird ihm mit Sicherheit nicht die Rolle und die Bedeutung zugemessen wie bei den Dortmundern. Bei den Bayern ist er einer unter vielen, der sich erstmal gegen Martinez oder Boateng durchsetzen muss, die beide für ihn eine ernsthafte Konkurrenz darstellen und auch ähnliche Spielertypen sind. Er wird sich da häufiger auf der Bank finden als ihm lieb sein dürfte, ganz abgesehen davon, dass das Klima der Konkurrenz und des Neids nicht die Millionen wert sind, die er bei Bayern vielleicht mehr erhalten wird. Aber er will Titel sammeln, was wie ich finde, total überschätzt wird. In Dortmund hätte er zur Legende werden können, bei den Bayern ist er einer unter vielen. Natürlich hat Dortmund als eine der unattraktivsten Städte Deutschlands einen Standortnachteil, aber solange es Watzke nicht versteht, die wirklich guten Spieler vom Verein zu überzeugen, wird die Abwanderungsbewegung weiter gehen. Aber vielleicht ist es auch gut so, dass Dortmund gezwungen wird, sich mit neuen Spielern immer wieder neu zu erfinden, Talente heranzuziehen, aber auch natürlich als zweiter in der Nahrungskette anderen Vereinen die guten Spieler wegzukaufen. Das heißt dann leider, dass sich vor allem auch durch die Verteilung der Fernsehgelder ein System verfestigt, das früher oder später auf eine internationale Liga zusteuern wird. Und auch, dass in Deutschland nicht zuletzt durch den Einfluss der Bayern Scheichs und Oligarchen nicht die Möglichkeit haben, sich Vereine zu kaufen oder in sie zu investieren, also zu möglichen ernsthaften Konkurrenten der Bayern zu werden, verfestigt die Vorherrschaft der Bayern, während man in England beobachten kann, dass die irrsinnigen Investitionen und Fernsehgelder immerhin für eine große Überraschung gesorgt haben, denn keiner der Favoriten hat sich für die Meisterschaft durchsetzen können. Nach dem Sieg der Leverkusener gegen Hertha steht jetzt, zwei Spieltage vor Schluss, auch schon der 3. Teilnehmer der CL fest. Umkämpft ist jetzt nur noch der 4. Platz und die Abstiegsplätze. Die Eintracht hat im direkten Duell mit seinem verhassten Konkurrenten aus Darmstadt mit Ach und Krach 2:1 gewonnen, wobei sie in der ersten Halbzeit mit einem 1:0-Rückstand noch gut bedient waren. Auch die Begleitumstände waren einem Abstiegsderby angemessen. Darmstadt hatte so viel Angst vor den Eintracht-Fans, dass sie für alle ein Stadionverbot aussprach, und wenn sich ein Fan mit Kutte und Schal in der Sadt zeigte, musste er damit rechnen, Prügel zu beziehen oder verhaftet zu werden. Mit dieser rigiden Politik, die natürlich eine Kapitulation ist, konnten die Schlägereien auf ein Minimum beschränkt werden, es stellt sich dann nur die Frage, warum überhaupt noch Fußball, wenn er ohne Fans stattfindet.

No more heroes. Hummels geht

Mats Hummels hat sich immer von den meisten anderen Bundesligaspielern, die die Sprechblasenschule der Vereine absolviert hatten (»Ja gut, vorne hätten wir mehr draufgehen müssen«), wohltuend unterschieden, weil er als einer der wenigen Fußballer unfallfrei Sätze in die Kamera sagen konnte. Hummels war also nicht nur eloquent und intelligent, er sah auch noch ziemlich gut aus, und dann spielte er auch noch elegant und intelligent, er beherrschte den öffnenden Pass mit Außenrist, er traumwandelte durch die Reihen der Gegner und selten hatte man das Gefühl, er könnte in einer kritischen Situation mal keine Lösung finden. Natürlich gab es auch Phasen, wo ihm spektakuläre Böcke unterliefen, eine Kopfballrückgabe zur Vorlage für den gegnerischen Stürmer geriet, aber davor sind selbst große Spieler nicht gefeit. Mit seiner Ausstrahlung kann er es bereits locker mit Beckenbauer oder Johan Cruyff aufnehmen. Jetzt hat er sich nach langer Überlegung entschieden, zu Bayern zu wechseln, und damit gibt er das Projekt BVB auf, für das er sich lange Zeit stark gemacht hat, als er die Abgänge von Sahin, Kagawa, Götze und Lewandowski missbilligte. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die Dortmunder zwar nur Zweiter wurden, das aber mit einer Rekordpunkteausbeute, und in dem sie, sieht man vom Ausrutscher in Liverpool ab, einen besseren, erfolgreicheren Fußball spielen als unter Klopp. Wenn da eben nicht die Bayern wären, die eben noch ein bisschen besser sind. In Deutschland sind die Zeiten für eine Überraschung im Fußball, anders als in England mit Leicester City, sehr schlecht. Die Bayern dominieren die Liga und nur Dortmund kann ein bisschen mithalten. Mit dem Wechsel von Hummels wird diese Dominanz noch weiter zementiert, denn Hummels ist ein Spieler, der in jeder Mannschaft eine tragende Rolle spielen würde. Warum nicht Barcelona oder Madrid? Das wäre ja zu verstehen, denn man will ja auch nicht sein gesamtes Spielerleben in einer der traurigsten Städte Deutschlands verbringen. Niemand weiß zwar, warum die Bayern Hummels brauchen, denn sie haben bereits Boateng, aber einen Spieler wie Hummels lässt man eben nicht links liegen. Dass man damit den Konkurrenten Dortmund schwächt, war in diesem Fall gar nicht mal die Strategie der Bayern, ist aber umso besser. Dem Spiel der Dortmunder wird es an Überraschendem fehlen. Selbst Gündogans Weggang zu Manchester City wird nicht die Lücke reißen wie sie Hummels reißt, denn der Mittelfeldmann ist leichter zu ersetzen. Hummels wird im Gegensatz zu all den anderen Spielern, die ihr Glück in der Fremde gesucht haben, wie Sahin, Kagawa und jetzt wahrscheinlich auch Götze, nicht zurückkehren. Und das ist auch gut so, denn den Fans ist die Veränderung von Hummels nicht entgangen. Es ist fast so wie mit Sammer damals, der erfolgreich, aber unbeliebt war. In Nahaufnahmen sieht man immer häufiger sein von Ehrgeiz verzerrtes Gesicht, man sieht ihm den Ärger über die Fehler seiner Mitspieler an, und seine Äußerungen in der Öffentlichkeit sind glatt und nichtssagend wie die eines BWLers. Viele behaupten, das kommt von seiner »bescheuerten Frau«, die ein Synonym für peinlich ist, wie das eben bei den meisten Spielerfrauen so ist, die sich die Spieler aus den Modekatalogen heraussuchen. Das Sympathische, das Leichte, die unschuldig-naive Freude, der Glamour eines Paradiesvogels wie Aubameyang das alles ausstrahlt, ist bei Hummels verloren gegangen. Ich glaube, er passt zu Bayern, wo der Sieg auch mit unfairen Mitteln erzwungen und »Siegergen« genannt wird und sich im Triumphgeheul ausdrückt, obwohl es keine große Kunst ist, in einer Liga die Meisterschaft zu gewinnen, wenn man mit den besten Spielern Dortmunds die nötige Frischzellenkur dafür bekommt. Dortmund hingegen wird sich neu erfinden müssen, was um einiges spannender ist als mit bereits fertigen Stars für die Vorhersehbarkeit des Fußballs und damit auch für seine sinkende Attraktivität zu sorgen. Schade, dass kein echter Konkurrenzkampf mehr stattfindet, denn es wäre spannend zu wissen, was gewesen wäre, wenn die »goldene Generation« bei Dortmund geblieben wäre, die wahrscheinlich alles hätte erreichen können. Oder eben auch nicht, denn Fußball ist manchmal eben doch unvorhersehbar, wie man an dem Absturz Dortmunds auf dem letzten Platz in der letzten Saison sehen konnte, was, wie man heute weiß, an dem abgenutzten Konzept Klopps lag, der jedoch genau mit diesem Konzept die Dortmunder aus der Euro-League warf. Mit Geld und den entsprechenden Spielern allerdings lässt sich dieses Risiko minimieren. Das Deprimierende: Bayern wird auch die nächsten vier Jahre Meister und die besten Spieler werden auch weiterhin von Bayern angezogen wie Fliegen von einem Misthaufen.

Die Wahrheit über den 31. Spieltag

Noch nie war die Liga so wenig spannend. Und dennoch steigt die Attraktivität der Marke Fußball. Allerdings lässt sich auch beobachten, dass die Aufmerksamkeit doch erheblich nach sinkt. In der Respect-Bar, die normalerweise voll ist mit BVB-Fans, war es am Spieltag sehr übersichtlich. Nur noch die Hardcore-Fans waren gekommen und diejenigen, die wie ich das Spiel aus Gründen der Entspannung ansehen und weil der Spieltag mit dem BVB wie ein wöchentlich fixer Termin ist, der dem Leben eine Struktur verleiht. Und weil man natürlich den BVB trotzdem gewinnen sehen will, auch wenn es um absolut nichts mehr geht. Nicht um die Meisterschaft und nicht um die Verteidigung des 2. Platzes. Man sieht die Souveränität, mit der der BVB die Stuttgarter beherrschte, gern, aber prickelnd ist ein solches Spiel nicht mehr wirklich. Jetzt geht es viel mehr darum, dass Hummels statt zu schlafen, sich eine halbe Stunde lang mit seiner Zukunft beschäftigt. Viele würden verstehen, wenn er zu einem anderen Verein wechselte, denn Dortmund ist als Stadt nicht unbedingt ein Ort, der ein besonderes Flair verbreitet. Manchester allerdings auch nicht. Barcelona, Paris, London oder Madrid hingegen schon. Man weint ihm jedoch auch deshalb nicht so richtig eine Träne hinterher, weil er vielen Leuten inzwischen mit seinen Kommentaren auf den Wecker fällt und weil man ihm immer häufiger den Ärger über seine Mitspieler ansieht, wenn denen etwas misslingt. Viele führen diesen unangenehmen Ehrgeiz auf seine bescheuerte Freundin zurück. Aber es hilft nicht, er ist trotzdem unersetzlich, denn niemand antizipiert so schnell, niemand schlägt solche öffnenden und präzisen Pässe und niemand strahlt eine solche Aura aus, dass man manchmal schon den Eindruck hat, seine Gegenspieler würden sich mit einer gewissen Ehrfurcht von ihm fernhalten, fast so wie damals bei Beckenbauer. Lange Zeit hat er das Projekt Dortmund hochgehalten und gegenüber Spielern, die den Verein verließen, Unverständnis geäußert. Jetzt geht er in einem Moment, wo das Projekt mehr als unter Klopp Gestalt annimmt, denn der BVB hat noch nie so viele Punkte in einer Saison geholt wie in dieser. Dortmund gehört inzwischen zu den zehn besten europäischen Mannschaften und hätte, wenn der Ausrutscher in Liverpool nicht gewesen wäre, mit großer Wahrscheinlichkeit den Euroleague-Wettbewerb gewonnen. Aber vielleicht muss sich Dortmund auch neu erfinden, um weiterhin erfolgreich zu sein, auch wenn es ein wenig schade ist, denn kaum hat man sich ein wenig an die Spieler gewöhnt und schon gedacht, man könne mit ihnen alt werden, gehen sie auch schon wieder. Wenigstens ist Dortmund nicht in das Loch gefallen, in dem Barcelona steckte, als man mit vier hintereinander verlorenen Spielen in der CL ausschied und die Meisterschaft wieder spannend machte, und sich alles um das Rätsel Messi drehte, der gar kein Rätsel ist, denn es sieht so aus, als ob er wegen seines gierigen Vaters bereits mit einem Bein im Knast steht. Und sonst? Schalke versucht sich an einer Wiederaufführung des Dramas (diesmal für Arme), das der BVB in Liverpool gegeben hat, und verlor zu Hause nach einer 2:0-Führung noch 2:3 gegen Leverkusen, womit man nun endgültig nichts mehr mit den internationalen Plätzen zu tun haben dürfte. Ebenso wie Wolfsburg, die zu Hause gegen den potentiellen Absteiger Ausburg eine schwache Leistung boten und 2:0 verloren, weshalb sich sogar die Wolfsburger Fans, von denen es ja nun wahrlich nicht viel gibt und die nicht wirklich an dem Verein oder Fußball interessiert sind, zu Schmähgesängen hinreißen ließen. Bayern spielte extrem schlecht, aber immer noch zu gut für die Hertha, und Bremen hat seine vorletzte Chance, den Relegationsplatz zu verlassen, in Hamburg versiebt, was eigentlich das traurigste Ergebnis an diesem Tag war, denn in diesem 6-Punkte-Spiel hätte man den HSV nochmal richtig in die Bredouille bringen können.

Die Wahrheit über den 30. Spieltag

Nach dem letzten Donnerstag abend ist nichts mehr wie es einmal war in der Fußballwelt und ließ die Bundesligaspiele dagegen verblassen. Eine magische Nacht im Liverpooler Stadion an der Anfield Road brachte das Aus für den Favoriten im Euroleague-Wettbewerb Borussia Dortmund. Aber da ist nicht nur ein Favorit ausgeschieden wie Barcelona gegen Atletico Madrid in der CL-League, sondern eine Mannschaft, die bis eine halbe Stunde vor Schluss noch souverän mit 3:1 geführt hatte, aber Klopp, die Spieler und das Publikum gaben bis zur letzten Minute nicht auf, an das Wunder zu glauben. Und die Dortmunder haben die Zeichen nicht erkannt, obwohl sie selbst vor ein paar Jahren so eine magische Nacht erlebten, damals gegen Malaga, als man in den letzten Minuten noch zwei Tore schoss. Damals war Klopp beim BVB Trainer. Und insofern hätten die Spieler nicht überrascht sein dürfen, aber auch wenn man das selbst einmal erlebt hat, scheint man kein Mittel dagegen zu haben, sich gegen die hereinstürzende Katastrophe zu wehren. Obwohl man in allen taktischen und spielerischen Belangen überlegen waren, ließen sich die Dortmunder niederkämpfen von leidenschaftlich kämpfenden und nie aufgebenden Liverpoolern, man ließ sich in die eigene Hälfte drängen und begab sich auf das Niveau der Liverpooler. In diesem Moment war man tatsächlich unterlegen, und in dem Moment, als die Dortmunder hofften, das Spiel über die Zeit zu retten, waren sie auch schon verloren. Wenn es eine Lehre aus diesem Spiel gibt, dann die, dass Dortmund unter Tuchel vielleicht variabler, taktisch versierter und cooler spielt, aber unter Tuchel hätte der BVB vermutlich das CL-Endspiel nicht erreicht, während Klopps Fußball vielleicht limitierter und einfältiger ist, er dafür aber in der Lage ist, solche Nächte zu inszenieren, die niemand, der dabei war, jemals vergessen wird, die sich ins kollektive Gedächtnis einbrennen, weshalb die Fans Klopp dann auch schwächere Leistungen in der Liga vergeben, wo man sich vermutlich nicht mal für die Euroleague qualifizieren wird. Für Dortmund hat die Niederlage Folgen, die noch nicht abzusehen sind, denn auch dieses Jahr wird man keinen Titel holen, weil die Dortmunder, sollte man im Pokal gegen Hertha gewinnen und ins Finale kommen, gegen Bayern kaum eine Chance haben dürften. Die magische Nacht, als der BVB die Bayern mit 5:2 einmal im Finale besiegte, fand unter der Regie Klopps statt. Inzwischen hat Tuchel das System Guardiolas kopiert mit dem Erfolg, dass man in der Liga mehr Punkte als jemals zuvor gesammelt hat, aber trotzdem ohne Chancen gegen die Bayern ist. Und wenn man keinen Titel holt, wird nicht nur Gündogan nach Manchester City zu Guardiola wechseln, sondern auch einigen anderen wird dämmern, dass Titel in Dortmund auf Jahre hinaus nicht zu holen sind. Aber all das ist immer noch besser als die Situation der Wolfsburger, die sogar gegen die Bremer verlieren und im Niemandsland der Tabelle herumdümpeln, obwohl auch die anderen Mannschaften, die noch um die internationalen Plätze mitspielen, eine geheimnisvolle Schwäche befallen hat. Gladbach verliert sogar gegen Hannover, die so gut wie sicher schon in der 2. Liga sind, und auch Hertha hilft mit einer Niederlage in Hoffenheim dem Hoppschen Provinzverein dabei, erstklassig zu bleiben. Nur Frankfurt vergeigt es wieder in Leverkusen, obwohl man ein gutes Spiel machte, aber mit dem Fehlen von Mayer ließ man auch gute Chancen aus, und als schließlich Kampl mit einem Glücksschuss das 1:0 machte, fing der Widerstand der Frankfurt an zu bröckeln. Und da die Eintracht das bei weitem schwerste Restprogramm hat und noch gegen Mainz, Darmstadt, Dortmund und Bremen antreten muss, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Eintracht mal wieder absteigen wird, während die ganzen überflüssigen Werksvereine mal wieder drin bleiben.