Die Wahrheit über den 12. Spieltag

Nach zwei Wochen Pause und dem zuletzt so souveränen Sieg gegen Gladbach durch das kuriose Eigentor aus 45 Metern durch Kramer, musste sich der BVB beim benachbarten Aufsteiger Paderborn beweisen, der im Vorfeld schon ordentlich tief stapelte. Dennoch war der BVB gewarnt, denn Paderborn hatte immerhin fünf Punkte mehr auf dem Konto als die Borussia. Trotzdem war ich eigentlich guter Dinge, denn viel mehr Pech geht doch eigentlich gar nicht. Und schließlich schien die Sache auch ganz nach Plan zu laufen, denn bereits in der 12. Minute kam Durm völlig überraschend auf der linken Seite einmal durch und zur Flanke, wobei der Ball genau auf dem Fuß von Aubameyang landete und von dort ins Tor prallte. Und auch sonst hatten die Dortmunder die Paderborner fest im Griff. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, außer dass man auf den zweiten Treffer wartete, der dann auch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel nach einer wunderschönen Vorlage von Aubameyang auf Reus. Und alles war gut. So ein Spiel konnte man nicht mehr aus der Hand geben, dafür zeigten sich die Paderborner einfach zu limitiert, die zu genau einer Chance kamen nach Vorlage von Ginter, dem Ersatzmann von Hummels, aber Weidenfeller hielt mit einer Weltklasseparade und ließ seinen Patzer gegen Hannover wieder vergessen. Aber dann legten die Paderborner ihre Ehrfurcht gegen Dortmund ab und setzten die Dortmunder schon in der Abwehr unter Druck, und wieder erwies die sich alles andere als sattelfest. Sie ließ sich tatsächlich unter Druck setzen, statt souverän zu kombinieren. Und das machte skeptisch, bis die langsam anwachsenden Befürchtungen schließlich eintrafen und die Paderborner nach einer abgefangenen Ecke der Dortmunder sich bis in den Strafraum Weidenfellers durchkombinierten. Ohne Überzahl ließ Lukas Rupp sowohl Ginter als auch Subotic schlecht aussehen und erzielte den Anschlusstreffer. Und dann begann wieder einer dieser Tage, bei denen den Dortmundern Pech und Unglück und ein unfähiger Schiedsrichter an den Hacken klebte. Im Übereifer trat der Paderborner Bakalorz Reus um, der mit Verdacht auf Außenbandriss in diesem Jahr wohl nicht mehr auflaufen wird. Wolfgang Stark zeigte gelb statt rot. Vor zwei Jahren zeigte er sich bei einem angeblichen Handspiel von Schmelzer weniger zimperlich. Damals entschied er auf rot plus Strafstoß für Wolfsburg und das Spiel zu ungunsten für den BVB. Und auch diesmal war gegen Wolfgang Stark das Spiel nicht zu gewinnen, denn als Großkreutz zum 3:1 traf, wurde der Treffer für alle überraschend als abseits gewertet, was es aber nicht war. Auf der anderen Seite dann erzielte der kurz zuvor eingewechselte Ex-Borusse Saglik mit einem Kopfballtreffer nach einer Ecke das 2:2. Niemand störte ihn dabei. Es war ihm schon fast peinlich, dass es so einfach ging. Klar ist es schwer, mit einem Schiedsrichter wie Wolfgang Stark das Spiel zu gewinnen, der den BVB regelmäßig mit krassen Fehlentscheidungen benachteiligt, aber Dortmund hatte trotz des Schocks durch die neuerliche Verletzung von Reus die Möglichkeit, das Spiel ganz einfach zu gewinnen. Dass das nicht gelingt, wird langsam zu einem echten Mysterium, einer ausgewachsenen Psychose. Aber jetzt steht fest, dass der BVB tatsächlich im Abstiegskampf steckt, denn wer sich eine 2. Halbzeit so aus der Hand nehmen lässt, der kriegt gegen jede Mannschaft aus der Liga Probleme.

Die Wahrheit über den 11. Spieltag

Diesmal war ich mir sicher, dass der Schalter umgelegt werden würde, denn es ging gegen Gladbach, die zwar einen hervorragenden Lauf haben, aber deren offensive Spielweise den Dortmundern entgegenkommt. Und auch das Spiel zu Hause gegen Galatasaray trug zu meinem Optimismus bei, denn den türkischen Meister legten die Dortmunder mit großer taktischer Disziplin völlig lahm, ließen so gut wie keine Chancen zu und wirkten in ihren Aktionen klar und zielstrebig. Ein Abend, der so völlig ohne Überraschung war, wie man es in Dortmund eigentlich kaum mehr gewöhnt ist. Immerhin gab es einen neuen Rekord, denn als Bremen gegen Stuttgart gewonnen hatte, rutschten die Dortmunder, die erst am Sonntag spielten, für 24 Stunden sogar auf Platz 18, das hieß, der BVB war die erste Mannschaft, die auf dem letzten Tabellenplatz stand, sich aber in der CL-Gruppenphase nach vier Spielen und vier Siegen bereits qualifiziert hatte. Gegen Gladbach ging dann auch alles glatt. Von Beginn an wurden die Gladbacher an die Wand gespielt. 17:0 stand es zur Pause nach Torschüssen, das Ergebnis aber hieß 0:0, weil die Dortmunder wieder einmal unglaublich fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen waren. Es musste erst ein Gladbacher zu Hilfe kommen. Der überall als »Weltmeister« titulierte Kramer schlug aus 45 Metern einen Rückpass und lupfte den Ball sehenswert über seinen Keeper Sommer, der weit vor seinem Tor steht. Auch wenn das jetzt schon zu einem der kuriosesten Eigentore der Bundesligageschichte geworden ist, fiel das Tor doch deshalb, weil Dortmund die Gladbacher ständig unter Druck setzte und sie so zu Fehlern zwang. Aber auch danach wurde die Chancenverwertung der Dortmunder nicht besser. Und niemand hätte es gewundert, wenn die Dortmunder trotz drückender Überlegenheit noch irgendein krummes Ding bekommen hätten. Gegen Gladbach hat man in dieser Hinsicht Erfahrung, denn vor zwei Jahren ging schon mal so ein Spiel gegen Gladbach verloren und niemand konnte es anschließend glauben. Jetzt ist vielleicht endlich der Bann gebrochen, vielleicht auch deshalb, weil Klopp zum ersten Mal in der Saison die gleiche Elf aufstellen konnte, die sich immer mehr einzuspielen scheint. Es könnte also so weitergehen. Die Wechselgerüchte um Reus halten inzwischen an. Auch wenn Watzke dementiert und Dortmund ein neues Angebot unterbreitet hat, wird Reus kaum zu halten sein. Und wahrscheinlich wird er zu den Bayern gehen, denn dort ist die Wahrscheinlichkeit, Titel zu holen, auf die es Reus ankommt, am größten. Und in München kommen Robben und Ribéry in die Jahre und sind nicht mehr einfach gesetzt. Die Chancen für Reus, auch spielerisch an den Titeln beteiligt zu sein und nicht nur von der Bank aus dabei zuzusehen, ist in der Tat relativ groß. Und auch Gündogan wird sich bald verabschieden, der schon signalisiert hat, gehen zu wollen, woran ihn nur seine lange Verletzung gehindert hat. Hatte man bislang bei den Transfers immer Glück und konnte gute Spieler immer wieder hervorragend ersetzen, habe ich bei den neuen Verpflichtungen nicht den Eindruck, als sei das wirklich gelungen. Jetzt ist Schürrle, der bei Chelsea von Mourinho aussortiert wurde, im Gespräch, um Reus zu ersetzen, aber Schürrle zeigt sehr schwankende Leistungen, die Dortmund nicht wirklich weiterbringen würden. Dennoch, Dortmund hat Luxusprobleme im Vergleich zu Schalke, wo Di Matteo nach der grottenschlechten Leistung seiner Mannschaft und der Niederlage in Freiburg befürchtet, dass die auf Platz 11 stehenden Schalker »die ganze Saison hinterherlaufen«. Dabei hatten die Schalker Glück, nicht noch höher als 2:0 verloren zu haben. An der desolaten Leistung der Schalker soll jetzt Jens Keller schuld sein, der angeblich nicht genug auf die Fitness der Spieler geachtet haben soll. Und auch Leverkusen hängt in der Liga den Erwartungen hinterher. Kiessling schießt keine Tore mehr, und auch seine Kollegen verballern alles, was ihnen auf den Schlappen kommt. Das aufregendste Spiel fand in Hoffenheim statt gegen Köln. Eine Begegnung, die einen nicht wirklich vom Hocker reißen kann, aber zur Halbzeit stand es bereits 3:3, ein munteres Auf und Ab, das allerdings in der 2. Hälfte verflachte. Hoffenheim war spielbestimmend, aber Köln erzielte schließlich den Siegtreffer. Und Frankfurt fiel an diesem Spieltag die undankbare Aufgabe zu, gegen die Bayern antreten zu müssen, die sich gerade in einer außergewöhnlichen Form befinden und schon jetzt die Meisterschaft zu einer faden Angelegenheit machen. Der Eintracht muss man immerhin zugestehen, dass sie nicht schon vor dem Spiel auf Schadensbegrenzung aus war und alles gab. Es reichte aber gerade mal zu einem 4:0.

Pressschlag

Nur sieben Punkte. So wenig hatte der BVB noch nie nach zehn Spielen in der Bundesligageschichte. Da stellen sich dann Fragen nach Klopps Spielsystem. Ist es gescheitert? Haben sich die Mannschaften in der Liga inzwischen darauf eingestellt? Nein. Die Probleme liegen woanders. Dortmund hat, wie Klopp sagt, einfach „zu viele Baustellen“. Der BVB war trotz Erweiterung des Kaders nicht in der Lage, die verletzten Spieler adäquat zu ersetzen, denn fast alle Schlüsselspieler waren verletzt. Eine Vorbereitung auf die Saison war kaum möglich, weil viele Spieler erst spät von der WM wieder zurückkamen. Und wenn Spieler nach längerer Pause wieder eingesetzt wurden, dann war das häufig kontraproduktiv, denn wie Gündogan verschuldeten sie oft die Gegentore, so dass eine allgemeine Verunsicherung um sich griff. Ramos, Ginter und Immobile sind noch lange nicht integriert, und vor allem Immobile hat die Spielidee Klopps noch lange nicht verinnerlicht. Und schließlich muss man konzedieren, dass viele Spieler einfach nicht auf dem Niveau mithalten können, das Bayern hat. Es ist nicht die Spielidee, die gescheitert ist, wenn sich die Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen hinten reinstellen. Dortmund tut sich zwar schwer, hätte aber die Spiele nicht verlieren müssen. Vielleicht ab und zu ein Unentschieden zuviel, aber die Gegner konnten verlässlich darauf zählen, dass dem BVB hinten krasse Abwehrfehler unterliefen. Als Hummels in München zur Pause verletzt vom Platz musste schwante vielen, dass das spielentscheidend sein könnte, denn Hummels hatte 71% seiner Zweikämpfe gewonnen, antizipierte viel und kam seiner alten Form wieder ziemlich nahe. Guardiola nutzte diese Situation aus. Er brachte Ribéry für den blassen Götze und gab Anweisung, dass sich alle auf Subotic stürzen sollten, der seit seiner langen Verletzungspause immer noch in einem Formtief steckt und auch nur 33% seiner Zweikämpfe gewann. Die Taktik hatte Erfolg. Subotic musste beide Gegentreffer auf seine Kappe nehmen. Aber auch wenn das der entscheidende Kniff war, der die Bayern das Spiel gewinnen ließ, die Münchner waren auch insgesamt stärker und kombinationssicherer und spielten sich demzufolge auch die besseren Möglichkeiten heraus. Warum die Dortmunder allerdings in der 2. Halbzeit immer mehr unpräzise lange Bälle nach vorne schlugen und die Bayern einen Druck aufbauen ließen, dem sie dann nicht mehr gewachsen waren, ist etwas, das sich wahrscheinlich nur als Versagensangst erklären lässt, denn schließlich lagen die Dortmunder bis zur 72. Minute in Führung. Aber die mögliche Sensation verlieh ihnen nicht etwas den zweiten Atem, vielmehr verlegten sie sich auf das Halten des knappen Vorsprungs. Jetzt haben die Dortmunder ein echtes Problem, denn die Champions-League-Plätze sind bei einem Abstand von 13 Punkten in weite Ferne gerückt. Und auch wenn sich Reus nach seinem Führungstreffer auf das BVB-Emblem geklopft hat, wird er dann doch lieber dorthin gehen, wo die Aussichten auf einen Titel größer sind.

Die Wahrheit über den 10. Spieltag

Der schlechteste Saisonstart der Dortmunder seit Bestehen der Bundesliga ist perfekt. Aber das war gegen Bayern München nicht wirklich verwunderlich. Bayern spielt mit Hilfe der aus Dortmund verpflichteten Stars einfach einen Fußball, den man als den besten bezeichnen muss, der z.Z. gespielt wird. Und außer Real Madrid gibt es keine Mannschaft, die auf diesem Niveau mithalten kann. Und deshalb war die Stimmung unter den Dortmunder Fans entsprechend pessimistisch. Hauptsache nicht zu hoch verlieren hieß die allgemeine Einschätzung. Am Ende aber ärgerten sich die meisten dann doch, weil die Dortmunder bis zur 72. Minute eine 1:0-Führung gehalten hatten. Und langsam begannen alle zu hoffen, vielleicht mal das Glück zu haben wie es die Hannoveraner in der letzten Bundesligapartie gegen Dortmund hatten. Aber Glück haben die Dortmunder z.Z. nicht. Und sie hätten eine Menge Glück gebraucht, damit keine der Großchancen, die sich München herausspielte, ins Tor ging. Und München spielte ziemlich viele Torchancen heraus. In der 1. Halbzeit jedoch waren die Dortmunder durchaus in der Partie, konnten sich immer wieder befreien und gefährliche Akzente setzen. Mhkitaryan traf einmal nur den Pfosten, aber die Münchner hatten bis zu 70 Prozent Ballbesitz, und der bestand nicht nur in Ballgeschiebe, sondern z.T. in glänzenden Kombinationen, die die sowieso wacklige Abwehr der Dortmunder immer wieder auf eine harte Probe stellten. Durm war auf der linken Seite gegen Robben vollkommen überfordert. Und das war vielleicht auch das entscheidende Problem, denn fast alle Angriffe der Münchner liefen über links. Als dann nach der Pause Hummels verletzt vom Platz musste und durch Subotic ersetzt wurde, schwante einigen schon, dass das eine entscheidende Schwächung sein würde, denn Subotic ist nach seiner langen Verletzung noch nicht in der alten Form und ist zudem nicht in der Lage, ein Spiel von hinten aufzubauen. Er wurde schließlich zur tragischen Figur, weil er einen in die Mitte abgewehrten Steilpass Lewandowski vor die Füsse spielte, der unhaltbar für den glänzend aufgelegten Weidenfeller ins Eck traf. Und schließlich verursachte er auch noch den Elfer gegen Ribery, der von Robben sicher verwandelt wurde. Im Unterschied zu den vergangenen Jahren, als München sich häufig mit üblen Tricks und Fouls behelfen musste, um gegen Dortmund zu bestehen, und häufig genug auf die Hilfe des Schiedsrichters angewiesen war, um ein Spiel zu gewinnen, wie das CL-Finale, muss man diesmal konzedieren, dass Bayern spielerisch ungeheuer stark ist und offenbar immer noch den Druck erhöhen kann, wenn sie müssen, während man bei den Dortmundern in der 2. Halbzeit den Eindruck hatte, als ob sie platt wären. Sie fanden nicht mehr ins Spiel, und bis auf eine Szene, als Kagawa knapp das Tor verfehlte, waren sie nicht mehr in der Lage, nach vorne etwas Konstruktives zustande zu bringen. Die Dortmunder sind für den Aufwand nicht belohnt worden, hatte Klopp später gesagt, aber man hatte nicht den Eindruck, dass Bayern weniger Aufwand betrieben hätte. Jetzt spielt man zu Hause gegen Gladbach, die gerade die einzige Mannschaft ist, die die Bayern an den Rand einer Niederlage brachte. Sie werden kein Aufbaugegner sein. Und dann wird die Tatsache, dass die Champions-League-Qualifikation  in unerreichbar weite Ferne gerückt ist, das kleinste Problem sein.

Die Wahrheit über den 9. Spieltag

Man hatte extra einen neuen Rasen für die Dortmunder Elf verlegt und sie durften sogar ihre erfolgreichen CL-Trikots anziehen. Vergeblich. Die Dortmunder waren in allen statistischen Belangen überlegen wie z.B. 17:7 Torschüssen, Ballbesitz, Passquote, Zweikampfquote und Abseits. Nur bei den Fouls waren sie wie immer unterlegen. Am Ende stand es 1:0 für Hannover. Bei Dortmund stand nominell die stärkste Mannschaft auf dem Platz und nach Anfangsschwierigkeiten setzten sie die stark ersatzgeschwächten Hannoveraner unter extremen Druck, aber keiner der Schwarzgelben konnte eine der klaren Torchancen verwerten. Es bewahrheitete sich die alte Weisheit von Kobra Wegmann, erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Während die Dortmunder in den vergangenen Spielen richtig schlecht war und auch keine wirkliche Chance herausgespielt hatten, boten sich ihnen die Möglichkeiten phasenweise im Minutentakt. Aber etwas Unhaltbares war nicht dabei oder der Ball ging vorbei oder ans Aluminium. Es war wie verhext, aber man konnte den alten Schwung und die schnellen Kombinationen wieder sehen, die das Dortmunder Spiel auszeichnen. Aber dann kam die 62. Minute, wo der schon ausgepumpte und noch nicht auf der Höhe sich befindliche Gündogan zu spät in den Zweikampf kam und einen Freistoß verursachte, den Kiyotake direkt verwandelte, weil Weidenfeller sich zu sehr auf seine Torwartecke konzentrierte. Viele andere Torhüter hätten den Ball entschärft, aber selbst auf Weidenfeller ist z.Z. kein richtiger Verlass mehr, auch wenn er kurze Zeit später zwei Großchancen der 96er vereitelte. Nach diesem erneuten Rückstand spürte man förmlich die Verunsicherung der Dortmunder, plötzlich klappten die einfachsten Bälle nicht mehr, man vertraute dem Zusammenspiel nicht mehr und versuchte es auf eigene Faust, wie Ramos, der lieber danebenschoss als den besser postierten Aubameyang zu bedienen, man rannte lieber mit dem Ball über den halben Platz wie Mkhitaryan als das Risiko eines Steilpasses einzugehen. Solche Spiele können immer wieder mal passieren, weil der Zufall verrückt spielt und die Gesetze der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzt. Dass das Dortmund ausgerechnet in dieser Situation trifft, ist besonders bitter. Mit der vierten Saisonniederlage in Folge ist man bereits 16 Punkte hinter den Bayern und wenn man am nächsten Spieltag gegen die Bayern antreten muss, dann sind es bereits 19 Punkte, weit mehr als die 17 Punkte, die Dortmund erklärterweise nicht mehr hinter Bayern liegen wollte. Dann steht Gladbach auf dem Plan, auch eine Mannschaft, die in der augenblicklichen Form nicht so einfach zu besiegen sein wird. Sicher werden die Dortmunder aus dem Tief auch wieder herauskommen, aber ob sie es dann noch auf einen der CL-Plätze schaffen, wird mit jeder Niederlage zweifelhafter. Dortmund wird die erste Mannschaft sein, die die Champions-League gewinnt und gleichzeitig absteigt, unken bereits einige Fans, weil niemand will, dass Dortmund irgendwo im Mittelfeld landet. Aber leider wird das immer wahrscheinlicher. Jedenfalls wächst der Druck und wie es aussieht, sind die Dortmunder Spieler dem Druck nicht gewachsen. Und der Druck ist nicht gering, denn auch der Verein ist auf die Einnahmen aus der CL angewiesen, vor allem, wenn man Spieler wie Reus und Gündogan halten will, die als nächste den Verein verlassen werden.

Die Wahrheit über den 8. Spieltag

Viele erwarteten nach der zweiwöchigen Länderspielpause, dass ein runderneuerter BVB auf dem Platz stehen würde. Aber das war nicht der Fall und es wäre auch ein kleines Wunder gewesen, denn an der Lage beim BVB hat sich nichts verändert. Klopp sagte: „Es gibt bei uns ja kaum noch einen, der keine längere Verletzung hatte. Und die, die keine hatten, mussten die ganze Zeit durchspielen, die gehen jetzt auf dem Zahnfleisch.“ Das Problem ist, dass die Zeit und die Ruhe fehlte, um dieses Problem lösen zu können, denn auch eine Länderspielpause bedeutet für die meisten Spieler ja keine Pause. Zudem sah man dem Spiel der Dortmunder deutlich an, dass man so noch nie zusammen gespielt hat und dass die neuen Spieler noch lange nicht integriert sind, was man an den Missverständnissen ablesen konnte. Nach fünf Niederlagen kommt schließlich noch etwas neues und sehr gefährliches hinzu, nämlich die Verunsicherung der Spieler, die anfangen, nicht mehr an sich zu glauben. Und diese Verunsicherung ist deutlich zu spüren, vor allem von den gegnerischen Mannschaften, die davon ausgehen können, dass ihnen der BVB mindestens zwei Tore schenkt. Und weil der BVB höchstens ein Tor schafft, geht ein Spiel wie das in Köln eben 2:1 aus. Das Erstaunliche dabei war, dass nach dem Ausgleich der Dortmunder die Schwarzgelben psychologisch im Vorteil waren, aber ihn nicht zu nutzen wussten, jedenfalls kreierten sie keine weiteren wirklich guten Chancen. Stattdessen patzte jetzt auch noch Weidenfeller. Dass in jedem Spiel ein anderer patzt ist ein weiterer bemerkenswerter Hinweis darauf, dass die Krise tief steckt, denn jede Mannschaft weiß jetzt, wie es um Dortmund bestellt ist. Der nächsten Partie gegen Hannover kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil Hannover ebenfalls in der Krise steckt, weshalb ein Hauen und Stechen zu erwarten sein wird. Und vermutlich kann das Hannover besser als Dortmund. Immerhin kehrte nach 14 Monaten Gündogan wieder zurück und leitete mit einem verlorenen Kopfballduell auch gleich die 1:0-Führung Kölns ein. Auch Reus war wieder mit von der Partie und gab bei einem der wenigen gelungenen Spielzüge die Vorlage zum Ausgleich durch Immobile. Mhkitaryan war ebenfalls dabei, ohne dass ihm etwas gelungen wäre. Nominell stand eine Mannschaft auf dem Platz, die Köln mit 6:0 hätte hinwegfegen müssen, wie nicht wenige dachten, die nur auf die Namen sehen, aber nicht die Probleme, mit denen Dortmund zu kämpfen hat. Diesen Abwärtstrend zu stoppen, die Blockade zu durchbrechen, die sich bei den Spielern einstellt, wenn spielerisch nichts gelingt und man gegen technisch limitierte Kampftruppen verliert, ist keine leichte Aufgabe. „Für uns beginnt jetzt der Rest der Saison“, hatte Klopp vor dem Spiel in Köln verkündet. Und dieser neue Saisonbeginn ist nun wieder gescheitert. Vor der Saison wurde verkündet, dass es einen 17-Punkte-Abstand zu den Bayern nicht mehr geben wird. Nach nur acht Spieltagen sind es bereits 13 Punkte. Das alles trägt zum blinden Ehrgeiz und zur Verkrampfung bei. Nicht anders ist das Formtief von Hummels zu erklären, der in einem normalen Zweikampf fast ein weiteres Tor der Kölner zugelassen hätte. Es wäre fast ein Wunder, wenn nach all diesen Indikatoren plötzlich ein gutes Spiel zustande käme. Vermutlich finden auch die Dortmunder nur durch Kampf und Murx wieder zurück in die Spur.

Unterwegs sein wie ein Defraudant. Enzensbergers Tumult

Memoiren werden häufig in einer Zeit verfasst, in der Autoren ihren Zenit überschritten haben. Der Rückblick auf das Leben wird dann in der Regel zu einer Schau, in der man verständlicherweise möglichst gut dastehen möchte, weshalb dieses Genre in literarischer Hinsicht eher belächelt wird. Und deshalb schreiben manche Schriftsteller ihre Memoiren bereits mit zwanzig oder machen sich über die Erinnerungsliteratur insgesamt lustig, indem sie stattdessen lieber »Die Memoiren meiner Frau« verfassen oder die »Memoiren eines alten Arschlochs«.
Es ist also eine durchaus heikle Angelegenheit, selbst für einen so souveränen Schriftsteller wie den bald 85-jährigen Hans Magnus Enzensberger. Er ist sich der Fallen und Probleme einer Autobiographie bewusst. Traut man nämlich nicht der rudimentären Erinnerung, die einem zur Verfügung steht, oder hat man wie Enzensberger sowieso einen Widerwillen, sich alles wieder ins Gedächtnis zu rufen oder in den Autobiographien der Zeitgenossen zu blättern, und zudem weiß, wie wenig Verlass auf Zeugenaussagen ist, dann sind das gute Argumente, um lieber keine Autobiographie zu verfasssen. Enzensberger möchte sich nur ungern auf unsicheres Terrain begeben, das »von der bewußten Lüge bis zur stillschweigenden Verbesserung, vom schlichten Irrtum bis zur raffinierten Selbstinszenierung« reicht und wo »die Übergänge schwer zu markieren« sind.
Dass sich Enzensberger dennoch darauf eingelassen hat, zumindest über die sechziger Jahre zu schreiben, den Zeitabschnitt seines Lebens, in dem der »Tumult« am größten war, hat mit einem zufälligen Fund in seinem Keller zu tun, als er eine vergessene Pappschachtel mit Briefen, Notizbüchern, Photos, Zeitungsausschnitten und Manuskripten entdeckte. Enzensberger musste sich also nicht auf sein eigenes oder ein fremdes Gedächtnis verlassen. Er hatte jetzt einen Menschen vor sich, der ihm allerdings völlig fremd war. »Dieses Ich war ein anderer«, paraphrasiert er Rimbaud. Um die Fremdheit zu überwinden, tritt er mit dem anderen in einen Dialog, er befragt ihn, er fühlt ihm auf dem Zahn und streitet mit ihm. Der andere stellt von Anfang an klar: »Ich habe das meiste vergessen und das Wichtigste nicht verstanden.« Das ist vielleicht ein wenig Koketterie, aber die Absicht Enzensbergers wird deutlich: Man darf die ganze Sache nicht so ernst nehmen. »Das einzige, was mich interessierte, waren seine Antworten auf die Frage: Mein Liebster, was hast du dir bei alledem gedacht?«
Was den späten Enzensberger interessiert erfährt man von dem jungen nicht immer, aber es ist auch nicht das entscheidende Motiv, denn selbstverständlich ist das ganze nur ein Spiel mit der unzuverlässigen Erinnerung, aber das ist höchst spannend. Obwohl Enzensberger in den Zeiten des Tumults mitten drin war, hat er doch immer wieder die »Straßenschlachten verpaßt oder verschlafen«. Nur einmal hielt er eine Rede auf einer Großkundgebung gegen die Notstandsgesetze vor 25000 Leuten und bemerkte, wie er auf dem besten Wege war, sich »in einen Demagogen zu verwandeln«. Vielleicht löste das in ihm den Reflex aus, immer lieber woanders zu sein. Fast das gesamte Buch nämlich erzählt von seiner unbändigen Reiselust. Nach Rußland, wo er seine 2. Frau Mascha kennenlernt, in die USA, nach London, nach Italien, Norwegen, San Francisco, nach Südaustralien und Französisch-Polynesien und vor allem immer wieder nach Kuba. Und das waren noch lange nicht alle Stationen. Man gewinnt den Eindruck, als ob Enzensberger auf der ständigen Flucht vor sich selbst gewesen ist, und es gefiel ihm auch, »ohne Adresse zu verschwinden. Unterwegs zu sein wie ein Defraudant«. Die nomadische Unruhe bewahrte ihn vor dem Schicksal vieler Zeitgenossen selbst aus dem engsten Freundeskreis, die häufig in einer Ideologie Halt suchten und ihren offenen Blick auf die Welt verloren. Den hat sich Enzensberger immer bewahrt, er hat nie verbissen an einer idee fixe festgehalten. Das ist ihm gelungen, weil er mitten im Tumult immer wieder eine »andere Welt« betrat, vergessene Winkel der Erde, Zufluchtsorte von Juden, konspirative Hinterzimmer in Barcelona, Mansarden in Ménilmontant, verstaubte Archive in Amsterdam. Er bewegte sich abseits vom Zentrum, auf das alle Leute starrten. Dennoch wurde er zu einer Art Autorität. Es hat ihn nie interessiert. Und das macht ihn und seine »Erinnerungen« so einzigartig.

Hans Magnus Enzensberger „Tumult“, Suhrkamp Insel, 285 Seiten.

Briefe eines Nomaden. Bruce Chatwins Briefe

»Veränderung ist das Einzige, für das es sich zu leben lohnt«, schrieb Bruce Chatwin schon 1966 in einem Brief an einen Freund, noch bevor er sich dem Gegenstand seiner Forschung anverwandelte und selbst zum Nomaden wurde. Wie es dazu kam, macht jetzt ein sorgfältig edierter und von Nicholas Shakespeare und Elizabeth Chatwin herausgegebener Band »Der Nomade« mit den Briefen Bruce Chatwins deutlich und belegt aus erster Hand die von Shakespeare verfasste umfangreiche Biografie aus dem Jahr 2000.
Drei Jahre arbeitete Bruce Chatwin an einem Buch über die Frage »Warum wandern die Menschen anstatt stillzusitzen?« und über die heftigen Vorurteilen der zivilisierten Welt gegen die unsteten Wanderer. Nomaden sind Analphabeten, sie sind hart, intolerant, grausam und träge, die »Massenvernichtung« jedoch »ist eine Spezialität der Zivilisierten. Die ›Neobarbarei‹ Hitlers war Zivilisation in ihrer bösartigsten Form.« Seinem ersten Verleger Tom Maschler schreibt er ausführlich seinen Plan, und der ist begeistert. Nach der Lektüre der ersten fünfzig Manuskriptseiten jedoch gibt Maschler auf. Hölzern und ungenießbar findet er das Buch und auch Chatwin muss feststellen, »dass es ein Haufen humorloser, selbstgefälliger, schulmeisterlicher Quatsch ist«. Er hört auf, sich dem Phänomen der Nomaden wissenschaftlich nähern zu wollen und schreibt mit seinem Patagonien-Buch einen Weltbestseller.
Seine Briefe aus allen Winkeln der Welt handeln häufig von seinen zukünftigen Reiseplänen, gerichtet an Leute, bei denen er unterzukommen hofft. Er blieb eine Weile, und bevor es ungemütlich wurde, zog er weiter. Er war »egoistisch und egozentrisch wie die meisten Künstler«, aber er war auch »hinreißend, clever und intelligent« und er hatte ein einnehmendes und höfliches Wesen. Seine Briefe belegen das in allen Nuancen und entfalten manchmal einen großartigen Humor, vor allem wenn Elizabeth Chatwin seine Hirngespinste und hochfliegenden Pläne mit trockenen Kommentaren versieht.

Bruce Chatwin »Der Nomade. Briefe«, Aus dem Englischen von Anna Leube und Dietrich Leube, Hanser, 638 Seiten, 27.90 Euro

Buchmessenreport Tag 4

Viele Verleger kommen sich auf der Messe wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ vor. Und deshalb würde es mich nicht wundern, wenn Sie folgende Kolumne so oder so ähnlich schon mal gelesen haben. Aber etwas ist anders. Die Entwicklung ist kaum wahrnehmbar, und sie ist mir selbst kaum aufgefallen, weil ich in einem Gang abseits des Trubels der Bertelmann und Randomhouse-Verlage ein stilles Dasein friste, aber die Zeiten der immer neuen Besucherrekorde sind vorbei. Niemand will mehr Helmut Kohl sehen, wie er als Vollleiche durch die Gänge geschoben wird, Politiker stellen ihre Bücher nicht mehr auf der Messe vor, jedenfalls nicht viele und wenn dann die unwichtigen und ausrangierten Politiker wie ehemalige Umweltminister, Mercedes kommt auch nicht mehr, um sein neues Modell vorzuführen und sowieso geht der Trend zum Selfpublishing. Der Autor kann sich bald seine eigene Druckmaschine in den Keller stellen und ohne Diktat und Ausbeutung der Verlage sein eigenes Produkt herstellen. Er ist dann Autor, Leser, Verleger und Hersteller in einer Person. Die Entwicklung zu Autismus und Autonomie ist nicht mehr aufzuhalten. Und im nächsten Jahr findet auch noch eine Umstrukturierung der Messe statt und alle Verleger sind fest davon überzeugt, dass sie eine Verschlechterung bedeutet. In der „Welt“ wird sogar von der „vermutlich letzten Buchmesse“ geraunt. Aber vermutlich ist der Überlebenswille zäher, als manche wahrhaben wollen. Vielleicht aber ist alles ganz anders und die Buchbranche befindet sich wieder im Aufwind, zusammengeschweißt durch die Bedrohung amazon, den Konzern, den alle doof finden. Vielleicht gehen die letzten Buchkäufer jetzt wieder verstärkt in die Buchhandlungen und kaufen brav alles, was auf den Spiegelbestsellerlistentischen ordentlich von 1 bis 20 gestapelt ist. Und vielleicht verkauft sich ja mal wieder ein Verlagstitel, der die nächsten Jahre wieder sichert. Könnte alles sein. Oder eben auch nicht. Vermutlich ist alles wie immer. Außer dass alles teurer wird, aber das ist ja auch nichts neues. Gerade hat sich ein Buchkäufer in meinem Stand eingefunden und scheint Interesse an einem Buch zu haben. Ich muss jetzt aufhören, damit er nicht wieder davonläuft. Man muss jeden einzelnen Leser dafür loben, dass er noch liest. Jedenfalls einmal im Jahr auf der Buchmesse.

Buchmessenreport 3. Tag

Niemand kannte den neuen Literaturnobelpreisträger Patrick Modiano, jedenfalls niemand, den ich fragte, und ich auch nicht. Aber das will nicht viel heißen. Aber dann traf ich den weltberühmtesten und bekanntesten deutschen Kolumnisten Hans Zippert auf dem Titanic-Fest, der mir erzählte, dass er alles von Patrick Modiano gelesen habe und auch alle Platten von ihm besitze, d.h. genau eine, für die Modiano die Texte geschrieben habe. Er verehre Patrick Modiano und könne die Entscheidung der Jury nur begrüßen, aber gerade weil er ihn so toll finde, könnte er nie über ihn schreiben, weil er dann vermutlich nur so etwas zustande brächte wie, dass er ihn ganz toll fände. Also muss ich andere Quellen anzapfen, und welche Quellen eignen sich besser als die Qualitätszeitung FAZ. Dort ehrte Nils Minkmar den Geehrten: „Das Individuum ist bei Modiano kein opaker Monolith, der sich gegen die Zeiten behauptet, sondern eine fragile und durchlässige Membran um einen Komplex diverser Fragmente.“ Das leuchtete mir sofort ein, vor allem die durchlässige Membran. Aber der Satz hat auch den Vorteil, dass man lange darauf herumkauen kann. Und darum geht es ja auch schließlich im Kulturjournalismus. Auf dem Hanser-Fest, auf dem man den Preis hätte feiern können, weil die Bücher bei Hanser erschienen sind, und es vielleicht sogar tat, was ich aber nicht mitbekommen habe, stimmte eine Kulturbeauftragte ein hohes Lied auf den Kulturbetrieb und die Kunst des Feuilletons an, die im Unterschied zu Ländern in Afrika hoch entwickelt seien. Da hatte die Frau natürlich recht, und ich fand es eine ausgezeichnete Idee, Afrika als Maßstab zu nehmen, wobei es natürlich bedenklich stimmt, dass die Messlatte so niedrig gehängt wird, als ob man nicht wirklich Zutrauen zum Kulturbetrieb hätte. Toll jedenfalls ist, dass mit Patrick Modiano ein Schriftsteller ausgezeichnet wird, der sich dem Kulturbetrieb weitgehend entzog, weil er schüchtern war und stotterte. Und an ihm kann man außerdem sehen, dass man es auch als Kind eines Juden, der in Paris Geschäfte mit der Gestapo machte, und einer Mutter, die als flämische Tänzerin eine „nicht sehr empfehlenswerte Person“ gewesen sei, zu etwas bringen kann.
Wenigstens hat Paulo Coelho den Literaturnobelpreis nicht bekommen. Der brasilianische Bestsellerautor verkauft „165 Millionen Bücher in achtzig Sprachen und 170 Ländern“, d.h. im Schnitt eine Million pro Land. 180 Länder sind übrigens nach einem komplizierten Demokratieindex erfasst. D.h. nur in zehn Ländern weiß man nicht wer Paulo Coelho ist. Höchstwahrscheinlich in den Ländern, die ganz unten auf der Liste auftauchen mit dem niedrigsten Demokratieindex, nämlich Nordkorea und Eritrea. Und das zeigt, dass auch solche Länder ihre Vorteile haben. Vielleicht kleine, aber doch sehr charmante.